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18. Januar 2016

Verkehr durch die Alpen

Der Gotthard-Strassentunnel ist die wichtigste und am stärksten belastete Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Noch höher ist die Verkehrsdichte auf den österreichischen Nord-Süd-Routen Brenner und Tauerntunnel.

Die Infografik liefert Zahlen und Fakten zu den Verkehrsmengen, -strömen, Tunnellängen, dem Schwerverkehrs-Anteil, den Staustunden, Unfällen und der Verkehrsverteilung zwischen Schiene und Strasse.

Infografik zum alpenquerenden Verkehr
Die Infografik zum alpenquerenden Verkehr

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DIE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE

1. Eine deutliche Mehrheit der grösseren Strassenwege durch die Alpen verläuft teilweise durch Tunnels. In der Schweiz sind es drei von vier (Ausnahme: Simplon). Von den sechs meist befahrenen Routen sind nur Tunneldurchstiche vertreten.

2. In Sachen Verkehrsmenge (Anzahl Fahrzeuge) schafft es der Gotthard hinter Brenner und Tauern auf Rang drei. Erst viel weiter zurück folgen die südwestlichen Tunnels Mont Blanc und Fréjus. Der Mont Blanc weist nicht einmal einen Drittel des Gotthard-Verkehrs auf und weit unter einem Fünftel der Durchfahrten am Brenner.

3. Trotz einiger Auf und Abs in den letzten Jahren nimmt der Güterverkehr in der Schweiz wie auch in Österreich seit 1980 gesamthaft zu - auf der Schiene wie auch auf der Strasse. Während in der Schweiz jedoch fast 2/3 auf der Schiene rollt, ist es beim östlichen Nachbarn nur rund 1/5. Spezialfall ist Frankreich: Hier geht der alpenquerende Verkehr seit Ende der 90er zurück, auf Strasse und Schiene.

4. Von den gut 21'500 Staustunden auf den Schweizer Nationalstrassen sind weniger als 14% auf Unfälle und Baustellen zurückzuführen. Der grosse Rest entsteht durch allgemeine Verkehrsüberlastung.

5. Die Verkehrsbelastung und das Auftreten von Stau wird in einer Bundes-Prognose für 2030 täglich vorab im Grossraum Zürich, dessen Verbindung nach Olten, dem Léman-Becken und den Agglomerationen Basel, Bern, Luzern (bis Zug) und St. Gallen zunehmen. Auf den alpenquerenden Routen bloss saisonal und am Wochenende.

Autor: Ralf Kaminski

Infografiken: Daniel Röttele