Archiv
10. Februar 2014

«Immer noch viel Handarbeit»

Maschinenmechaniker Martin Kläger (58) aus Mosnang SG hält bei der Micarna nächsten April seit genau 40 Jahren den Maschinenpark der Abpackung instand.

Martin Kläger
Martin Kläger arbeitet seit bald 40 Jahren für die Micarna in Bazenheid. (Bild zVg)

Martin Kläger, seit wie vielen Jahren arbeiten Sie für denselben Produktionsbetrieb der Migros?
Ich bin seit nun bald 40 Jahren bei der Micarna angestellt. Voraussichtlich Ende 2014 gehe ich in Frühpension.
Was ist Ihre Aufgabe?
Ich wurde als Maschinenmechaniker eingestellt, und noch heute kümmere ich mich um die Instandhaltung des Maschinenparks in der Abpackung. Wir sind zu viert für 20 Produktionslinien zuständig, meine Spezialität ist die Vakuumabpackung.
Was hat sich in Ihrer täglichen Arbeit in all den Jahren verändert?
Die Maschinen sind viel grösser, leistungsfähiger, es hat viel mehr Elektronik. In unserem Job bleibt aber dank Support nebst Instandhaltung immer noch viel Handarbeit. Das gefällt mir. Man weiss auch nie, was an Störungen anfällt. Die Arbeit ist nie komplett planbar.
Was bedeutet Ihnen die Firma heute nach vier Jahrzehnten: Ist es noch immer schlicht ein Arbeitgeber oder gar eine Art zweite Heimat?
Man kennt alle Leute und die Abläufe gut – das macht es schon etwas einfacher, bequemer. Das ändert sich mit der Zeit, das Verhältnis zum Arbeitgeber jedoch nicht.
Wie kamen Sie damals zum Industriebetrieb Micarna?
Ich suchte mit knapp 19 Jahren nach der Maschinenmechanikerlehre einen Job. Ein Kollege erzählte mir von offenen Stellen bei der Micarna, also bewarb ich mich dort.
Gab es in all der Zeit einmal den Willen oder die Chance, den Job zu wechseln?
Ich dachte vielleicht schon mal kurz an etwas anderes, aber nie ernsthaft. Mir kommen auch die Arbeitszeiten von 5 Uhr (Arbeitsbeginn an den Produktionslinien ist jeweils um 6 Uhr) bis 16 Uhr sowie von 10 Uhr bis 19 Uhr (Spätschicht) entgegen. Da bin ich von Bazenheid bald zu Hause und kann meinen Hobbys frönen: Laufen und Velofahren.

Autor: Reto Meisser