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02. Dezember 2013

Immer mit der Ruhe

Stress in der Vorweihnachtszeit? Zehn Tipps, wie Sie der Hektik entkommen.

Einfach mal die Füsse hochlegen!
Einfach mal die Füsse hochlegen! (Illustration: Gianluca Venditti).

Die Vorweihnachtszeit sollte eine Zeit der Besinnung sein. Zeit, um über Weihnachtsmärkte zu schlendern, einen Punsch zu schlürfen, entspannt Zimtsterne auszustechen oder am Kaminfeuer ein Buch zu lesen. Wären da nicht das Besorgen unzähliger Geschenke, das Adventssingen, die Weihnachtsessen oder das Wichteln im Büro. Ganz zu schweigen davon, dass das normale Leben mit Arbeit, Familie und Terminen wie gewohnt weiterläuft.

Tamar Venditti gibt Tipps für stressfreie Weihnachten.
Tamar Venditti gibt Tipps für stressfreie Weihnachten.

Lernen, die Stille zu geniessen
Ausserdem zum Thema: Buchautorin Tamar Venditti sagt im Interview, wie man dem Einkaufsgetümmel aus dem Weg gehen kann. Zum Artikel

Tamar Venditti (39), Buchautorin und Mutter von fünf Kindern, weiss, wie man sich auch in der stressigen Adventszeit nicht aus der Ruhe bringen lässt. Sie gibt zehn Tipps, wie man der allseits grassierenden Hektik entgegensteuert. Und wie trotz vollem Terminkalender Festtagsstimmung aufkommt.

Mit diesen zehn Tipps von Tamar Venditti kommen Sie gelassen durch die Vorweihnachtszeit:

1. Besorgen Sie sich Streptokokken

Sie haben genug von dem ganzen Rummel und brauchen einige Tage Ruhe? Mit dem richtigen Käfer ist jeder froh, wenn Sie im Bett bleiben, anstatt beim Adventssingen alle anzustecken.

2. Vernichten Sie alle Geschenkkataloge

Sie wollen sicher nicht jeden Tag einen neuen Wunschzettel auswendig lernen. Also müssen Sie verhindern, dass Ihre Kinder immer wieder neue Kataloge in die Hand bekommen.

3. Füsse hoch …

… und täglich ein Tässchen Tee bei Kerzenschein. Denn die Adventszeit gehört nicht nur Kindern und Verwandten, sondern auch Ihnen ganz allein.

4. Decken Sie sich rechtzeitig mit Batterien und Schrauben ein

Das Geschenk ist ausgepackt, das Kind möchte loslegen mit Spielen. Doch im Kerzenschein sind die Schrauben verloren gegangen, und Batterien waren natürlich auch keine dabei. Glauben Sie mir, das werden ungemütliche Feiertage, wenn Sie nicht vorgesorgt haben.

5. Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Kram

Ja, die Weihnachtsbeleuchtung der Nachbarn strahlt heller, die Freundin hatte schon im August alle Geschenke fertig, und Ihr Bruder verzichtet frohen Mutes gleich ganz auf Geschenke. Lassen Sie sich nicht durch andere stressen und feiern Sie so, wie es Ihnen und Ihrer Familie gefällt.

6. Stellen Sie sich das schlafende Jesuskind vor

Man braucht kein religiöser Mensch zu sein, um sich an der Weihnachtsgeschichte zu erfreuen. Stellen Sie sich in hektischen Momenten das friedlich schlafende Kind in der Weihnachtskrippe vor. Und denken Sie daran: Auch Ihre Schwiegermama war mal so klein und süss.

7. Packen Sie Geschenke erst in letzter Minute ein

Der Auspacktrieb überkommt jedes Kind, das einem Geschenkpäckli begegnet. Wenn Sie die ganze Arbeit nicht zweimal machen wollen, warten Sie mit dem Einpacken bis kurz vor der Bescherung.

8. Werden Sie wieder zum Kind

Ist für Sie vor lauter Stress der Zauber der Adventszeit verloren gegangen? Versuchen Sie, alles mit den Augen eines Kindes anzuschauen. Sie werden staunen: Plötzlich sehen Sie nur noch das Schöne.

9. Halten Sie den Alltag von sich fern

Zahnarztbesuche, Elterngespräche, Generalversammlungen, Über-stunden, Wände streichen, Estrich ausmisten und dergleichen sollten in der Adventszeit verboten werden. Der Kalender ist auch so bereits voll genug.

10. Backen Sie nicht mehr als nötig

Sie wissen doch, wie es läuft: Stundenlang rackert man sich in der Küche ab, und im März enden die mit Liebe zubereiteten Guetsli doch wieder als Tortenboden. Zwei bis drei Sorten sind mehr als genug.

Autor: Silja Kornacher

Fotograf: Andreas Eggenberger