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03. September 2012

Idyllisch und kraftvoll

In der Ausgabe 34 präsentierten Prominente ihre Kraftorte. Einige Leserinnen und Leser verrieten uns die Orte, wo sie ihre Batterien aufladen: Der Säntis, Hochplateaus im Wallis und zwischen Glarner- und Bündnerland oder stille Plätze an Seen auf der Alp oder im Tal. Die Bilder und Infos in der Übersicht.

Anne Gattlen tankt Energie auf der Oberen Hellela
Anne Gattlen tankt Energie auf der Oberen Hellela oberhalb von Zeneggen VS.

Prominente und ihre Kraftorte: Darüber berichtete das Migros-Magazin in Nummer 34. Clownin Gardi Hutter entspannt sich in Serpiano, und Urs Lehmann, Präsident von Swiss-Ski, schöpft im Starthäuschen der legendären Lauberhornabfahrt Kraft. Aber auch die Leserinnen und Leser des Migros-Magazins haben ihre ganz persönlichen Kraftorte. Rosemarie Bauer aus dem zürcherischen Neftenbach ziehts in luftige Höhen: Von ihrem inspirierenden Platz auf dem Säntis aus hat man die beste Aussicht der Nordostschweiz. Jürg Mathis aus Sils im Domleschg wiederum hat zum Thema mit «Wo rohe Kräfte sinnlos walten» bereits ein Buch publiziert und seine energetischen Lieblingsplätze etwa am Hallwiler- oder dem Crestasee gefunden. Und auch Erika Müller-Dennler aus Münchenstein BL kennt in ihrer Ferienregion bei Sigriswil am Thunersee mehr als eine Quelle zum Auftanken.

Hier finden Sie alle Einsendungen mit Bild und Infos:

Steffen Maurers Blick auf Terzona TI
Steffen Maurers Blick auf Terzona TI
Der Garten von Steffen Maurer in Auressio
Der Garten von Steffen Maurer in Auressio

Steffen Maurers Blick auf Terzona im Onsernone ( TI) spendet ihm ebenso viel Kraft wie die nahe Umgebung seines Häuschens in Auressio (siehe unten).

Der Crestasee zwischen Flims und Trin
Der Crestasee zwischen Flims und Trin bei einem Steg gehören zu Jürg Mathis' beliebtesten Kraftorten.
Die Erdstrahlungen beim Steg am Crestasee gemäss der Messung von Jürg Mathis
Die Erdstrahlungen beim Steg am Crestasee gemäss der Messung von Jürg Mathis.

Der Crestasee zwischen Flims und Trin bei einem Steg gehören zu Jürg Mathis'(Sils i.D.) beliebtesten Kraftorten. Mathis hat mit Wo rohe Kräfte sinnlos walten ein Buch zum Thema geschrieben (Bod Verlag, ISBN 978-3-905744-32-3). Unten sehen Sie sein Schema zu den Erdstrahlungen der Stelle am Crestasee (in Rot die Störungen der Kraftenergie) - sein Fazit: Das Gute liegt auch bei den Kraftorten nahe am Schädlichen, ja Krankheitsauslösenden.

Auf der Fuorcla Surlej
Rosemarie Bauer sandte uns drei Kraftorte, eines befindet sich auf der Fuorcla Surlej zwischen Silvaplana im Engadin und dem Rosegtal.
Auf dem Säntis
Wo selbst Steinmännchen die Hälse recken: Auf dem Säntis.

Rosemarie Baueraus Neftenbach sandte uns drei Kraftorte, einer befindet sich auf der Fuorcla Surlej zwischen Silvaplana und dem Rosegtal im Engadin (links). Neben dem Fextal (auch im Engadin) oder dem See auf der Lenzerheide GR bezeichnet Bauer auch den Aussichtspunkt auf dem Säntis (Bild unten) als ihren Kraftort. Kein Wunder, wenn hier selbst die Steinmännchen die Hälse recken.

Die Abendstimmung in Aeschlen bei Herbst-Föhn
Die Abendstimmung in Aeschlen bei Herbst-Föhn inspiriert Erika Dennler-Müller.
Der Niesen, auch ein Kraftort von Rosemarie Bauer
Der Niesen, auch ein Kraftort von Rosemarie Bauer.

Die Abendstimmung in Aeschlen bei Herbst-Föhn inspiriert Erika Dennler-Mülleraus Münchenstein. Besonders der auffällige Nussbaum auf dem Weg von Aeschlen (oberhalb von Gunten) nach Oberhofen hat es ihr angetan, aber auch viele weitere Plätze um Sigriswil, Gunten und Merligen am Thunersee und etliche Bergkapellen, stille Weiher und kleine Seen. Daneben bezeichnet sie auch den mit seiner Pyramidenform die Region dominierende Niesen als ihren Kraftort (Bild unten).

Die Obere Hellela, ein kleines Hochplateau auf rund 1600 M.ü.M.
Die Obere Hellela, ein kleines Hochplateau auf rund 1600 M.ü.M. oberhalb von Zeneggen und Bürchlen VS.

Die Obere Hellela, ein kleines Hochplateau auf rund 1600 M.ü.M. oberhalb von Zeneggen und Bürchlen VS dient Anne Gattlen als wirksamer Kraftort. Die steppenartige Landschaft ist von Bäumen umsäunt und bietet der passionierten Naturfotografin mit seltenen Pflanzen, vielen Vögeln und Insekten dankbare Sujets.

Monika Posts Kraftort befindet sich am Niederhorn
Monika Posts Kraftort befindet sich am Niederhorn auf der Justistal-Seite. (Bild Fritz Bieri)

Monika Posts Kraftort befindet sich am Niederhorn auf der Justistal-Seite, doch auch sonst in ihrem Wohnort Beatenberg BE. Im Justistal unter dem Niederhorn setzt sie sich jeweils auf einen Felsen im Bachlauf, atmet bei geschlossenen Augen und lauscht dem Bachrauschen.

Das Lenkerseeli spendet Elisabeth Bieri viel Energie
Das Lenkerseeli spendet Elisabeth Bieri viel Energie.

Das Lenkerseeli spendet Elisabeth Bieri viel Energie. Hier kann sie lange sitzen und richtig abschalten, geniessen und zur Ruhe kommen.

Edmond Kaspars Oase der Ruhe beim Bienenhaus
Edmond Kaspars Oase der Ruhe beim Bienenhaus in Nidau BE.

Edmond Kaspars Oase der Ruhe beim Bienenhaus zu Hause in Nidau BE.

Werner Schneiters bevorzugter Ort zum Auftanken ist am Segnespass
Werner Schneiters bevorzugter Ort zum Auftanken ist am Segnespass zwischen Elm und dem Vorderrhein.
Der Segnesboden mit weidenden Rindern im Spätsommer
Der Segnesboden mit weidenden Rindern im Spätsommer.

Werner Schneitersbevorzugter Ort zum Auftanken ist der Segnesboden am gleichnamigen Pass. Hier sein eingesandter Text:
MEIN KRAFTORT
Eingebettet zwischen den Tschingelhörnern im Norden, dem Grauberg im Westen und den Abhängen des Cassons im Osten liegt die Hochebene, das Flachmoor Segnesboden (Plaun Segnes Sut) auf rund 2100 M.ü.M. Eine stille, mit ihrer Oberfläche den Jahreszeiten folgende, einzigartige Landschaft, zuerst mit Schnee, dann mit mal reissenden, mal stillen Bächen, mit einer Vegetation, die auch 'Klein Greina' genannt wird.
An Werktagen und in den Zwischensaisons ist man hier alleine unterwegs. Man gelangt nur zu Fuss in etwa zwei bis drei Stunden hinauf. Als junge Familie haben wir 1960 die Ebene entdeckt, die Kinder haben in den Sommermonaten in den kleinen Seitenbächlein Staumauern gebaut und sich – älter – in den grossen Bächen abgekühlt, allerdings nur ganz kurz, weil das Wasser nie über 10 Grad warm wird. Nur auf dem Weg am Ostrand kommt man ohne nasse Füsse weiter.
Seit mehr als 50 Jahren ist dies für mich der Ort, wo ich Ruhe, Gelassenheit, Ausgleich, Abstand finde, hier gehts nur slow. Die Geräusche sind das Plätschern der Bäche, je nach
Wasserstand das Rauschen eines Wasserfalles, wenige Wochen im Sommer mal das Glockengeläut der Rinder. Die Kondensstreifen der Jets machen keinen Lärm – die
Paraglider vom Cassons auch nicht. Wenn im Winter mal ein Heli zu sehen ist, ist er unterwegs um zu retten.
Das Weltkulturerbe Tektoni-Arena Sardona bringt etwas mehr Leute hinauf – vielleicht merken die auch etwas von der Kraft, die von hier aus ausgeht. Die immer zahlreicher
herumkurvenden Biker wohl nicht, sie sind zu schnell unterwegs und müssen sich auf ihre steinige Piste konzentrieren.

Martha Scherrers 'Auftankort' ist bei der Opferplatte der alten Kelten am Gentalersee, auf der Engstlenalp. Hier findet sie «tiefe, innere Ruhe, Kraft und Wärme».

Für Annemarie Özdemir gibt es eine ganz andere Art Kraftort: Sie kann ihre Batterie dort aufladen und Kraft tanken, wo es den Tieren gut geht, dort wo Mensch und Tier in Harmonie zusammen leben, der Mensch die Verantwortung unseren Mitgeschöpfen, den Tieren gegenüber, wahrnimmt und die Tiere, egal ob Haus- oder Nutztiere, ihr artgerechtes Leben leben lässt!

Die Sigristin Ruth Rüegsegger aus Röthenbach im Emmental bezeichent «ihre» Würzbrunnen-Kirche, bekannt aus mehreren Gotthelf-Verfilmungen, als ihren Kraftort. Auch deshalb werde sie von vielen Gästen aus Nah und weiter Ferne besucht.

Ebenfalls eine Kirche, jedoch eine ungleich grössere und bekanntere, nennt Frau Leudolph als ihren Kraftort: Tatsächlich hat auch Blanche Merz in ihrem Bucklassiker «Orte der Kraft in der Schweiz» mit 22'000 Bovis-Einheiten einen der höchsten Werte der Schweiz gemessen. Unsere Leserin stellt sich jeweils in den in der Kirche höchst gelegenen Kreis und geniesst bei geschlossenen Augen die Ruhe des Augenblicks.

Autor: Reto Meisser