Archiv
09. Juli 2012

«Ich sehe den Fisch lieber lebendig im See oder Meer als tot auf dem Teller»

Vom Banker zum WWF-Chef: Der passionierte Taucher Thomas Vellacott ist seit Mitte Mai Chef der Naturschutzorganisation.

MEINE LEIDENSCHAFT «Mit 17 lernte ich in einem Austauschjahr in Australien tauchen. In Horgen bildete ich mich im Seetauchen weiter. Heute liebe ich es, in den Flüssen zu tauchen, denn für die interessantesten Pflanzen und Tiere muss man nicht tief runter gehen. Leider komme ich nur wenig dazu.»
Thomas Vellacott (41)
Thomas Vellacott (41)

Name: Thomas Vellacott (41)

Sternzeichen: Fisch

Wohnort: 8048 Zürich Altstetten


Wieso wohnen Sie in Zürich?

Weil Schweizer Städte eine unvergleichliche Lebensqualität bieten: tolles kulturelles Angebot, gute Infrastruktur, kurze Wege und wunderschöne Natur in Gehdistanz wie den Üetlibergwald oder der Zürichsee.

Wo würden Sie gerne leben?

Da, wo ich heute lebe, sonst würde ich umziehen. Ich habe schon an sehr unterschiedlichen Orten gewohnt, von Hirzel bis Kairo. Diese Vielfalt zu erleben war faszinierend. Jetzt bin ich in Zürich sehr glücklich.

Beruf und Lebenslauf:

CEO des WWF Schweiz. Besuch der Kantonsschule Winterthur, danach Studium von Arabistik und Internationalen Beziehungen, unter anderem in Kairo. Anschliessend arbeitete ich im Private Banking der Citibank und als Berater bei McKinsey & Company in Zürich. Seit elf Jahren bin ich beim WWF Schweiz, wo ich bisher Mitglied der Geschäftsleitung war und verantwortlich für unsere nationalen und internationalen Umweltprogramme.

MEIN DING «Ich benütze den Feldstecher zur Tierbeobachtung. Das Biotop in unserem Garten zieht Vögel wie Sumpfmeisen und Rotkehlchen an, aber auch Molche und Libellen. Abends kommt manchmal ein Fuchs ans Wasser.»
MEIN DING «Ich benütze den Feldstecher zur Tierbeobachtung. Das Biotop in unserem Garten zieht Vögel wie Sumpfmeisen und Rotkehlchen an, aber auch Molche und Libellen. Abends kommt manchmal ein Fuchs ans Wasser.»

Mein Ding:

Ich benütze den Feldstecher zur Tierbeobachtung. Das Biotop in unserem Garten zieht Vögel wie Sumpfmeisen und Rotkehlchen an, aber auch Molche und Libellen. Abends kommt manchmal ein Fuchs ans Wasser.

Mein Ziel:

Das Leben auf unserem faszinierenden Planeten jeden Tag neu entdecken und geniessen und mich gemeinsam mit anderen dafür einsetzen, dass auch künftige Generationen diese Chance haben.

Was ich mag:

Wenn Menschen den Mut haben, sich an ein angeblich unlösbares Problem heranzuwagen.

Was ich nicht mag:

Fisch. Ich sehe ihn lieber lebendig im See oder im Meer als tot auf dem Teller.

Was ich an mir mag:

Die Fähigkeit zu staunen.

Mein Lieblingsessen:

Gemüse (fast) aller Art.

MEIN LIEBLINGSTIER: «Es fasziniert mich, dass es in der dicht besiedelten Schweiz Platz hat für Raubtiere wie den Luchs. Das Ziel muss sein, dass Mensch und Natur zusammenleben können.»
MEIN LIEBLINGSTIER: «Es fasziniert mich, dass es in der dicht besiedelten Schweiz Platz hat für Raubtiere wie den Luchs. Das Ziel muss sein, dass Mensch und Natur zusammenleben können.»

Mein Lieblingstier:

Es fasziniert mich, dass es in der dicht besiedelten Schweiz Platz hat für Raubtiere wie den Luchs. Das Ziel muss sein, dass Mensch und Natur zusammenleben können.

Mein bester Entscheid:

Mir nicht einzubilden, dass ich alleine für alle Folgen meiner Entscheide verantwortlich bin.

Mein Lieblingslied:

‹Englishman in New York› von Sting hat etwas leicht Jazziges. Mir gefällt neben der Musik auch der Text über einen älteren Engländer, der in New York lebt und an seinen Werten hängt, obwohl diese scheinbar nicht mehr so recht in unsere Zeit passen.

Mein peinlichster Moment:

Unser 13-jähriger Sohn versichert mir, Eltern seien grundsätzlich immer peinlich.

Autor: Reto Wild

Fotograf: Gerry Nitsch