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12. Oktober 2015

«Ich mochte meine Locken nicht»

Die Bernerin Angélique Wälchli ist seit Juni Moderatorin der «Tagesschau». Als Kind liebte sie Gummitwist und wünschte sich glatte Haare, heute wird sie bei rotem Kopfsalat schwach – und ist nie ohne Kopfhörer und Thermosbecher unterwegs.

Name: Angélique Wälchli (39)

Sternzeichen: Steinbock

Karriere und Lebenslauf:Ich bin in Bern geboren und aufgewachsen, mein leiblicher Vater stammt aus Benin. 1999 habe ich bei Radio Förderband (später: BE1) als Moderatorin angefangen, daneben absolvierte ich die Filmschauspielschule in Zürich. Später arbeitete ich bei DRS Virus, war Chefredaktorin bei Canal 3 in Biel und Redaktorin bei Radio SRF. Seit Juni moderiere ich die «Tagesschau» auf SRF (im Bild mit Arbeitskollege Dominik Müller). Dazwischen habe ich ein Jahr in ­Dublin gelebt – mein ­bester ­Entscheid: Dort habe ich ­meinen Partner kennengelernt, mit dem ich nun zwei Kinder habe.

Mein freier Vormittag

Wenn ich Spätdienst habe, geniesse ich den Morgen im «Schichtwechsel», einem Beizli mit Industriecharme in Liebefeld BE.

Meine Ecke

Hier führte einst mein Schulweg durch. Ich bin dieser Ecke Berns stark verbunden.

Mein Kindheitsidol

Kim Wilde, wegen ihrer wahnsinnigen Föhnfrisur mit Dauerwelle. Die Musik war nebensächlich. Ich mochte meine Locken nicht und habe von diesen Haaren geträumt.

Mein Rückzugsort

Meine Mutter hat eine Wohnung in Kandersteg BE. Dort kann ich sofort abschalten. Ich gehe raus in die Natur und merke jedes Mal, wie wenig es zum Entspannen und Zufriedensein braucht.

Meine Reisebegleiter

An meinen Arbeitstagen bin ich vier Stunden am Pendeln. Ich habe immer meinen Thermosbecher mit Kafi, etwas zum Lesen und die Kopfhörer dabei.

Mein schlimmstes Erlebnis

Ich bin für eine Radioreportage in den Libanon gereist und habe dort viel und wahnsinnig spannendes Material aufgenommen. Daheim aber die böse Überraschung: Auf den Minidisks war nichts drauf!

Mein Lieblingsprodukt

Hat es roten Kopfsalat, kaufe ich ihn – immer. Manchmal bin ich froh, wenn es keinen hat, so habe ich die Chance, mal anderen Salat auszuprobieren.

Mein Lieblingsspiel

Als Kind war es Gummitwist, heute ist es das Kartenspiel Tichu. Es ist eine Mischung aus Jass und Poker, nur weniger kompliziert. Und: Es ist eine Berner Erfindung.

Autor: Claudia Langenegger

Fotograf: Paolo Dutto