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16. Januar 2012

«Ich mag Leute nicht, die sich dauernd beschweren»

Am 19. Januar beginnen die Solothurner Filmtage, zum ersten Mal unter der Leitung der neuen Direktorin Seraina Rohrer. Erholung von der intensiven Vorbereitungszeit findet die Filmwissenschafterin bei Partner Joël Fisler und ihrem 14-jährigen Sohn Josiah.

Seraina Rohrer
MEIN FESTIVAL «Das Herz des Festivals sind aktuelle Schweizer Filme, die wir an verschiedenen Spielstätten in der Altstadt von Solothurn präsentieren.»
Seraina Rohrer (34)
Seraina Rohrer (34), Direktorin der Solothurner Filmtage.

Name: Seraina Rohrer (34)
Sternzeichen: Schütze
Wohnort: Solothurn und Zürich

Wieso leben Sie in Zürich und Solothurn?
Beides sind Kulturstädte mit einem riesigen Angebot. Das geniesse ich.

Wo würden Sie gerne leben?
Mir gefällt es hier. Die Abwechslung zwischen den beiden Orten tut mir gut, weil ich gerne angeregt bin.

Beruf und Lebenslauf:
Ich habe Filmwissenschaften studiert und 2005 an der Universität Zürich abgeschlossen. Nach dem Grundstudium habe ich im mexikanischen Puebla gearbeitet. Danach war ich bis 2009 Leiterin des Pressebüros des Filmfestivals Locarno und Dozentin an der Uni Zürich. Bis Sommer 2010 lebte und arbeitete ich in Los Angeles. Seit dem 1. August 2011 bin ich Direktorin der Solothurner Filmtage.

Mein Ziel:
Ich möchte spannende Schweizer Filme zeigen und so Diskussionen über die Schweizer Identität entfachen.

Was ich mag:
Filme, angeregte Debatten und Trekking, beispielsweise in Nepal.

Was ich nicht mag:
Leute, die sich dauernd beschweren.

Mein Lieblingsfilm:
«Tout un hiver sans feu» von Greg Zglinski. Dem Regisseur gelingt es, auf noch nie gesehene Weise Schnee einzufangen, und kontrastiert damit die Emotionen der Figuren.

MEINE LEKTÜRE «In meinem Job muss ich immer auf dem aktuellsten Stand sein und lese deshalb täglich mehrere Zeitungen, vor allem die ‹Solothurner Zeitung›, den ‹Tages-Anzeiger› und die ‹NZZ› sowie, ergänzend, die Newskanäle auf meinem Handy.»

Meine Lektüre:
In meinem Job muss ich immer auf dem aktuellsten Stand sein und lese deshalb täglich mehrere Zeitungen, vor allem die ‹Solothurner Zeitung›, den ‹Tages-Anzeiger› und die ‹NZZ› sowie, ergänzend, die Newskanäle auf meinem Handy.

Mein Lieblingsessen:
Gschwellti mit Quark.

Meine Lieblingsmusik:
Mexikanische Volksmusik, Johnny Cash und Sophie Hunger.

Mein peinlichster Moment:
An einem 1. Januar frühmorgens stand ich verschlafen in einem Walliser Ferienhaus im Pyjama. Plötzlich platzten 15 Silvesterchläuse herein und sangen inbrünstig. Da ich die Tradition nicht kannte, wusste ich nicht, wie mir geschah. In Solothurn zeigen wir 2012 zwei Filme, die alles aufklären.

MEIN LIEBLINGSPRODUKT «Ich mag Süsses überhaupt nicht, aber diese Glace weckt bei mir nostalgische Gefühle.»

Mein Lieblingsprodukt:
Ich mag Süsses überhaupt nicht, aber diese Glace weckt bei mir nostalgische Gefühle.

www.solothurnerfilmtage.ch

Autor: Reto Wild

Fotograf: Gerry Nitsch