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25. April 2016

Ich brauche kein Testament, oder?

Ich bin 35 Jahre alt und habe noch mein halbes Leben vor mir. Andererseits könnte heute auch mein letzter Tag auf dieser Welt sein. Brauche ich also ein Testament?

Ich brauche kein Testament, oder?

Tatsache ist: In der Schweiz stirbt jeder zwanzigste Mensch, bevor er 50 Jahre alt wird. Muss ich mir also Gedanken machen über meinen Tod? Oder über das, was einmal sein wird, wenn ich nicht mehr bin? Mit meinen Kindern, meinem Haus, meinem Geld? Ich habe darüber nachgedacht und mich in meinem Freundeskreis umgehört.

Zum Beispiel Christian
Christian ist 38 Jahre alt und hat kein Testament. Denn für ihn, glaubt er, wird Geld nach seinem Tod keine Rolle mehr spielen. Ohne Testament wird Christians Nachlass gemäss Zivilgesetzbuch aufgeteilt werden. Besondere Wünsche, die er vielleicht hatte und möglicherweise sogar seiner Konkubinatspartnerin mündlich anvertraute, können nicht berücksichtigt werden. Christian ist unverheiratet und kinderlos. Falls er zum Zeitpunkt seines Todes keine erbberechtigten Verwandten mehr hat, wird sein gesamtes hinterlassenes Vermögen dem Staat zufallen.

Zum Beispiel Nicole
Nicole ist 42 Jahre alt und hat seit einer Brustkrebserkrankung ein Testament. Damals hat sie sich viele Gedanken über den Tod gemacht. Vor der Operation im Spital hat sie ihr Testament geschrieben, damit ihr Wille auch nach ihrem Tod seine Gültigkeit haben würde. Nicole ist eine Planerin und sehr verantwortungsbewusst. Sie fragte sich: Was wäre, wenn ich sterben würde? Auf diese Frage wollte sie wohlüberlegte Antworten haben, die ihren Angehörigen Klarheit bringen würden – und keinen Erbstreit. Heute ist Nicole wieder gesund. Ihr Testament bewahrt sie zu Hause auf.
Mit einem Testament kann vermieden werden, dass Angehörige nach dem Tod eines Menschen über Erbfragen streiten. Aber macht ein Testament in jedem Fall Sinn? Hier einige oft gehörten Einwände und die Antworten darauf:

Bei mir gibt es sowieso nicht viel zu erben!
Ein Testament kann dennoch eine Entlastung für die Hinterbliebenen bedeuten. Es geht nicht nur um Geld oder Häuser. Denn man kann in seinem letzten Willen auch festhalten, wer beispielsweise ein Haustier oder die Weinsammlung erben soll.

Ich bin zu jung für ein Testament!
Kein Erwachsener ist zu jung für ein Testament. Eigentlich kann der Zeitpunkt, ein Testament zu schreiben, nie früh genug sein – wohl aber irgendwann zu spät.

Ich will meine Meinung noch ändern können!
Dies ist kein Problem. Ein Testament ist nicht in Stein gemeisselt. Wenn man seine Meinung ändert, dann ändert man einfach auch das Testament oder hebt es auf.

Ich bin 35 Jahre alt und habe vielleicht noch das halbe Leben vor mir. Für mich spricht nach reiflicher Überlegung nichts mehr gegen ein Testament. Deshalb werde ich demnächst eines verfassen.

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Autor: Advertorial