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17. März 2014

iUntot

M7-Prozessor von Apple iPhone 5S
Dank des integrierten M7-Prozessors lebt das iPhone 5S trotz leerer Batterie weiter. (Bild: zVg.)

Alle modernen Handys haben eins gemeinsam: Der Akku ist schneller leer, als einem lieb ist. Ein einziges Gerät schafft es allerdings, sich vom ganzen Rest abzuheben: das neue iPhone 5S, das trotz leerer Batterie weiterlebt.

Zwar lässt sich in diesem Zustand das Apple-Gerät auch nicht mehr einschalten, aber der spärlich vorhandene Saft reicht noch aus, um den integrierten M7-Prozessor am Leben zu erhalten.

Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich ein Baustein, den Apple in seinem neusten Telefon erstmals einbaute. Er verfügt über verschiedene Sensoren, die unter anderem die Zahl gelaufener Schritte, für Sport genutzte Zeit und dabei verbrauchte Kalorien messen.

In Kombination mit Fitnessapps wie Fitbit oder Jawbone sind solche Daten sinnvoll. Zudem arbeitet der M7 stromsparend, und zehrt nicht genauso vom Akku wie Spielen oder Internetsurfen. Alles gut also?

Nein. Es ist ungewöhnlich, dass diese Funktion nach dem Ausschalten des Telefons nicht ruht, sondern im Hintergrund aktiv bleibt und nach einem Neustart die zwischengelagerten Daten an die genannten Apps weitergibt. Zudem bleibt fraglich, was mit den Informationen passiert, wenn keine entsprechenden Programme installiert sind. Schliesslich lässt sich der M7 nicht ausschalten. Nutzer können höchstens unter Einstellungen/­Datenschutz/Aktivitätsdaten den Zugriff auf die Daten untersagen.

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Autor: Reto Vogt