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07. April 2014

Würde trotz Leid

Humanitäre Hilfe hat in der Schweiz eine langjährige Tradition. Fünf Auslanddelegierte haben dem Migros-Magazin erzählt, was sie in Krisengebieten erleben und wie sie das angetroffene Leid berührt. Alle Mitarbeiter von sieben Schweizer Organisationen können beim grossen Bildwettbewerb (unten) mitmachen.

Humanitäre Hilfe hat in der Schweiz eine langjährige Tradition.
Humanitäre Hilfe hat in der Schweiz eine langjährige Tradition. (Bild: EPA/Arberto Estevez)

Den Anfang machte der Genfer Geschäftsmann Henry Dunant. Er reiste 1859 nach Italien, wo gerade die Schlacht bei Solferino tobte. Dunant war dermassen erschüttert über die Lage der Verwundeten, dass er den Entschluss fasste, eine neutrale Hilfsorganisation zu gründen. Das Rote Kreuz war geboren, der Grundstein für die humanitäre Tradition der Schweiz gelegt. In der Folge unterschrieben zwölf Staaten die erste Genfer Konvention von 1864. Dank des Pioniers Henry Dunant ist die weltweite Fürsorge bei Krisen, Kriegen und Katastrophen mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Aussenpolitik. Dem Roten Kreuz folgten Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche andere Organisationen wie Caritas, Medair, Terre des Hommes und die Humanitäre Hilfe des Bundes. Deren Mitarbeiter haben sich alle ein Ziel gesetzt: Menschen in Not zu helfen und vor Ort ihr Bestes zu tun, um Leid zu lindern. So wie Yvonne Affolter (34), die pro Jahr bis zu sechs Monate in Krisenländern unterwegs ist und gerade den Wiederaufbau auf den Philippinen koordiniert. Oder der Genfer Architekt Ivan Vuarambon (50), der in Katastrophengebieten wie dem Libanon den Bau von Schulen und Spitälern leitet. Und die Sozialwissenschaftlerin Mai Groth (31) setzt sich in Sri Lanka ein, dass Kinder zur Schule gehen können.

WETTBEWERB: WER MACHT DAS BESTE FOTO?

Gemeinsam mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) sucht das Migros-Magazin die schönsten Fotos aus humanitären Einsätzen weltweit. Hoffnungsvolle Momente sowie die Würde der Betroffenen kommen bei humanitären Einsätzen oft zu kurz. Mit dem Fotowettbewerb unter dem Motto «Würde trotz Leid» sollen diese wertvollen Momente eine Plattform bekommen. Mitmachen können humanitäre Helfer aus den vorgestellten Organisationen. Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus professionellen Fotografen, Vertretern von Fotomuseen und der humanitären Hilfe des Bundes, wird die zehn besten Fotos auswählen. In einem Online-Voting werden die Migros-Magazin-Leser ab Juli für das beste Foto abstimmen können. Mitmachen lohnt sich: Es gibt einen Überraschungspreis zu gewinnen.

TEILNAHME
Zum Teilnahmeformular mit Bild-Upload (bis 3. Juni 2014)

TEILNAHMEBEDINGUNGEN, ZIELE UND PREISE
Wer darf mitmachen? Mitarbeiter (nicht nur Schweizer, auch lokale Mitarbeitende), von IKRK, SRK, Ärzte ohne Grenzen Schweiz, Terre des Hommes, Medair, Caritas Schweiz, Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe – im Einsatz oder kürzlich zurückgekehrt.
Was soll das Bild erfüllen? Drei der wichtigsten Kriterien der Jury: Eine Nachricht vermitteln, für sich selbst sprechen (ergänzende Worte sind nicht zwingend für den Zugang) und das Bedürfnis wecken, ein zweites Mal hinzusehen.
Was gibts zu gewinnen? Die von der Jury ausgewählten zehn Fotograf(inn)en der Bilder, die zum Voting-Finale zugelassen wird, erhalten: Hochwertige Spiegelreflex-Kamera (Rang 1), hochwertige Digitalkamera (2), digitale Kompaktkamera (3), Schweizer Spezialitäten für Sie und Gäste (geliefert).

Im Einsatz

Fünf Auslanddelegierte haben dem Migros-Magazin erzählt, was sie in Krisengebieten erleben und wie sie das Leid berührt:

Arzt Roland Schreiber (SRK). Zum Porträt

Bauingenieur Andrew Howe (Medair). Zum Porträt

Sozialwissenschaftlerin Mai Groth (Terre des Hommes - Kinderhilfe). Zum Porträt

Architekt Ivan Vuarambon (Humanitäre Hilfe des Bundes). Zum Porträt

Projektmanagerin Yvonne Affolter (Caritas). Zum Porträt

DIE HUMANITÄRE TRADITION DER SCHWEIZ
Die Schweiz ist Vorbild und Pionierin in Sachen humanitäre Hilfe. Allerdings bleibt sie ihrem Grundsatz nicht immer treu. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie unten und erfahren Sie mehr über die humanitäre Tradition der Schweiz.

Autor: Andrea Freiermuth, Silja Kornacher