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07. April 2014

Humanitäre Hilfe des Bundes: Ivan Vuarambon.

Der Architekt ist bei seinen Einsätzen für die Humanitäre Hilfe des Bundes oft mit viel Leid konfrontiert.

Architekt Ivan Vuarambon für die Humanitäre Hilfe des Bundes
Der Architekt Ivan Vuarambon ist bei seinen Einsätzen für die Humanitäre Hilfe des Bundes oft mit viel Leid konfrontiert. (Bild: zVg.)

Anfang der Nullerjahre hat sich Ivan Vuarambon (59) auf ein Inserat gemeldet, in dem das Schweizerische Korps für Humanitäre Hilfe des Bundes explizit nach Architekten suchte. Pro Jahr ist der Westschweizer sechs bis sieben Monate im Einsatz. Ist er für das Korps unterwegs, kommt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) für seinen Lohn auf. In der restlichen Zeit arbeitet er als Architekt in Genf, wo er sein eigenes Büro betreibt. Während er zu Beginn seiner Korpsarbeit vor allem mit dem Bau von Schulen und Spitälern betraut war, übernimmt er inzwischen auch andere Aufgaben. Bei seinem letzten Einsatz im Libanon etwa war Ivan Vuarambon als Einsatzleiter tätig. In dieser Funktion arbeitete er eng mit privaten Hilfswerken, mit der Uno und mit regierungsnahen Organisationen zusammen: «Es gilt, die Mittel möglichst effizient einzusetzen. Darum braucht es gute Absprachen und viel Koordination.» Zudem müsse auch die Zeit nach Abzug der Hilfsorganisationen geplant werden. Ivan Vuarambon orientiert sich bei seiner Arbeit stets an den Menschenrechten: «Manche Einsätze sind schlimm. Man sieht so viel Leid. Zuweilen auch menschliche Brutalität, wie etwa im Kongo. Aber ich glaube daran, dass wir mit unserem Einsatz die Menschenrechte verteidigen und etwas bewirken können.» Diese Einstellung helfe ihm, schwierige Situationen zu überstehen und seine Arbeit insgesamt als sehr sinnstiftend zu empfinden.

Autor: Andrea Freiermuth, Silja Kornacher