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24. Juni 2013

Harte Konkurrenz für SMS und Telefon

Mit Instant-Messenger werden mehr Nachrichten verschickt als via SMS. Selbst für die Internettelefonie sind sie eine Konkurrenz. Statt Skype: Mit der Software Viber lässt sich via Handy und PC telefonieren.

Familie am Computer
Instant-Messenger sind auch für die Internettelefonie eine Konkurrenz. (Bild: Getty Images)

Erstmals wurden im vergangenen Jahr mehr Nachrichten über Instant-Messenger wie WhatsApp, Viber, iMessage und Co. verschickt als per SMS. Bei den genannten Message-Diensten, die sich per App am Smartphone nutzen lassen, können Kurznachrichten günstig über die Internetverbindung verschickt werden. Zudem lassen sich auch Fotos, Videos oder Tonaufnahmen verschicken. Einzelne Messages kosten zwar nichts, doch sie verbrauchen Datenguthaben, was bei der Prepaidnutzung oder nach Überschreiten der Limite ins Geld gehen kann.

Die Instant-Messaging-Apps sind nicht nur eine Konkurrenz für SMS, sondern auch für Telefon und Internettelefonie wie Skype. So kann man neuerdings via Facebook-App mit dem iPhone oder einem Android-Smartphone mit seinen Freunden via Internet telefonieren. Dasselbe ist auch mit Viber möglich — neu auch am PC mittels Software, die auf dem Windows-PC oder dem Mac installiert wird. Voraussetzung: Die Gesprächspartner müssen ebenfalls per Viber erreichbar sein. Bei den Instant-Messengern sollte man allerdings bedenken, dass man mit der Anmeldung dem Anbieter Zugang zu den eigenen Kontaktdaten gibt.

Die bekanntesten SMS-Alternativen

Weil Nachrichten und Online-Gespräche nur unter Nutzern der gleichen Plattform ausgetauscht bzw. geführt werden können, sind die Messaging-Dienste auf eine möglichst grosse Verbreitung angewiesen. Mittlerweile hat sich WhatsApp bei Smartphone-Besitzern zur gängigen SMS-Alternative entwickelt, und auch Viber ist mit weltweit über 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzern sehr verbreitet. Noch mehr potenzielle Nutzer gibt es allerdings bei Facebook, dessen App ähnliche Dienste anbietet.

Autor: Felix Raymann