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20. Februar 2017

Grenzenlos Ski fahren

200 Liftanlagen, 600 Pistenkilometer: Portes du Soleil an der Grenze zwischen dem Wallis und Frankreich gilt als grösstes Skigebiet der Welt. Und nirgendwo in Europa fährt man pro Pistenkilometer günstiger.

Les Crosets VS ist eines der zwölf ­idyllischen Dörfer der Portes du Soleil.
Les Crosets VS ist eines der zwölf idyllischen Dörfer der Portes du Soleil und eignet sich zum Start von Schneeschuhwanderungen.

Les Portes du Soleil besteht aus zwölf Dörfern rund um Champéry VS, die zum Teil in Frankreich liegen, und umfasst 200 Liftanlagen sowie 300 Pisten mit 600 Pistenkilometern. Die Tageskarte kostet 57 Franken. Nirgendwo in Europa zahlt man für so viele Kilometer weniger.

Tipp: Die acht Kilometer lange Piste «Abricotine» mit Start in der Schweiz und Ziel in Frankreich oder die Piste von Tovassière in Morgins VS, die sich fernab von Liftanlagen durch ein Hochtal schlängelt. In Morgins kann man in diesem Winter erstmals Tourenski fahren. Auffallend wenig Skifahrer sind auf den Pisten unterwegs, weil sich die Sportler in diesem riesigen Gebiet verteilen.

Detailliert ausgeschilderte Wege
Detailliert ausgeschilderte Wege

Schneeschuhwandern als Alternative zum Skifahren: Zur Auswahl stehen 200 Kilometer ausgeschilderte Wege und 30 Varianten.

Tipp: Schneeschuhe mieten bei Michel Sports in Les Crosets (Miete für Erwachsene: 12 Franken pro Tag, für Kinder: 7 Franken); Rundwanderung der Krete entlang via Champoussin und zurück zum Ausgangspunkt.

Champéry
Champéry

Weitere Alternativen zum Skifahren sind Eisklettern oder Curling im multifunktionalen Sportzentrum Palladium in Champéry, das auf 1050 Meter über Meer liegt (Bild links). Neben einem Beizli sind dort auch drei Sandtennisplätze sowie ein Hallen- und ein Freibad untergebracht. Ex-Weltmeister Stéphane Lambiel, der in Champéry wohnt, trainiert in der Halle Nachwuchseiskunstläufer.

Die Therme von Val-d’Illiez
Die Therme von Val-d’Illiez

Die Therme von Val-d’Illiez lädt nach einem aktiven Tag zum Erholen ein (Eintritt: 22 Franken, Familie mit zwei Kindern: 66 Franken).

Tipp: Im natürlichen Thermalfluss bei 30 Grad gegen den Strom schwimmen. Die Therme ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (bis zur Station Fayot fahren und dann zu Fuss bis zum Eingang).

Im Le Nord
Im Le Nord

Gastronomie: Im «Le Nord» im Dorfkern von Champéry (Bild links, Reservation unter Tel. 024 479 11 26) bestellen Fondue­fans Moitié-Moitié und dazu eine Flasche Fendant Balavaud Grand Cru von Jean-René Germanier.

Geheimtipp: Das «Le Communal» in Val-d’Illiez (Tel. 024 477 29 31) punktet mit seiner authentischen Gourmetküche und lokalen Zutaten. Hausherr ist der Schwede Per-Henrik Mansson, ein ehemaliger Weinjournalist. Entsprechend gross ist die Auswahl edler Weine.

Sogar mehr als 200 Walliser Sorten bietet die Karte des Restaurants Coquoz auf der Piste «Planachaux» oberhalb von Champéry. Das Coquoz ist das erste Bergrestaurant der Region Portes du Soleil und hat während der Saison sowohl im Winter als auch im Sommer von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Zimmer im National Resort & Spa
Zimmer im National Resort & Spa

Unterkunft: Das Vier-Sterne-Hotel National Resort & Spa in Champéry hat nur 16 Zimmer (ab 280 Franken), die alle Ende 2015 komplett renoviert wurden.

Tipp: Zimmer 305 mit Dachschräge

Unterhaltung: Vom 19. bis 25. März findet zum siebten Mal das Musikfestival «Rock The Pistes» statt. Schauplätze der Konzerte, die jeweils am frühen Nachmittag beginnen, sind diverse Skipisten. Der Eintritt ist frei.

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild