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02. Dezember 2013

Getrübte Freude

Die vierte Generation von Sonys Playstation ist endlich da. Sie bietet spannende Funktionen, bringt aber auch Nachteile mit.

Playstation 4: Freunde können einem auf dem Smartphone beim Spielen 
zuschauen
Playstation 4: Freunde können einem auf dem Smartphone beim Spielen 
zuschauen (Illustration: Corina Vögele).

Zukunft schon heute! Die seit letztem Freitag in den Regalen stehende PlayStation 4 (PS4) bietet Futu­ristisches. Sie kommt mit Blu-ray-Laufwerk, unterstützt vierfache Full-HD-Auflösung (4K/UHD) und arbeitet mit einem Achtkernprozessor sowie acht GB Arbeitsspeicher. Das Beste vom Besten also. Sie schliesst aber mit der Vergangenheit ab. Alle PS3-Spiele, die Nutzer gekauft haben, sind inkompatibel. Ausserdem stehen zum Start nur eine Handvoll Spiele in den Verkaufs­regalen. Wer Games lieber im angeschlossenen Onlineshop erwirbt, muss zusätzlich zahlen: Die vorausgesetzte PlayStation-Plus-Mitgliedschaft kostet 70 Franken pro Jahr. Sie ist ebenfalls ­nötig, um Onlinefunktionen von Games zu nutzen, um zum Beispiel via Internet gegen Freunde zu spielen. Dieser «Zwangs»-Beitrag relativiert den sehr tief angesetzten Verkaufspreis von unter 500 Franken doch stark.

Ausserdem zum Thema: Diese Spiele gibt es zum Start der PlayStation 4!

Im Test macht die PS4 einen über­ragenden Eindruck. Landschaften sind so detailgetreu, kontrastreich und farbecht dargestellt wie nie. Der Controller liegt besser in der Hand und sorgt für Überraschungsmomente, wenn er plötzlich Töne von sich gibt oder das Leuchtpanel die Farbe wechselt. Gelungene Spielzüge lassen sich direkt auf Facebook teilen: Freunde schauen beim Spielen zu, indem sie sich per Smartphone einloggen. Fazit: Trotz aller Qualität lohnt sich ein Kauf derzeit nicht. In sechs Monaten sind Kinderkrankheiten bereinigt und die Spieleauswahl grösser.

Autor: Reto Vogt