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27. Juli 2015

Getrennte Kassen als Affront?

Philipp Tingler schreibt jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens. Diesmal darüber, ob getrennte Kassen in der Partnerschaft ein Affront sind. Wie sehen Sie es?

Jede(r) bringt sein eigenes Scherflein ins Trockene
Jede(r) bringt sein eigenes Scherflein ins Trockene ... (Illustration: Andreas Klammt)

«Lassen Sie mich das wie folgt beantworten: Ja.
Und ich sage das, wohl wissend, dass getrennte Kassen in der Schweiz die Norm sind. Während es mit unserem medial forcierten Ideal von wahrer Romantik nur schwer vereinbar ist, dass ein Paar kein gemeinsames Schlafzimmer hat, ist es offenbar für viele Paare kein Problem, kein gemeinsames Konto zu besitzen. Obschon getrennte Kassen in einer langjährigen Partnerschaft, das muss mal klar gesagt werden, unakzeptabel und kleinkariert sind.

Vertrauen ist hier das Entscheidende.
Vertrauen ist neben Humor die einzige dauerhafte Grundlage menschlicher Beziehungen.
Und wenn man sich vertraut, wird das Leben als Paar durch gemeinsame Finanzen sehr viel einfacher. Wenn man sich nicht vertraut, sollte man natürlich von gemeinsamen Konten absehen – aber vor allem keine Beziehung führen. So einfach ist das.»

EINVERSTANDEN?
Rechnen Sie in Ihrer Partnerschaft separat ab? Was sind die Hauptgründe dafür oder dagegen? Diskutieren Sie gleich hier in einem Kommentar mit.

Autor: Philipp Tingler