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29. Juni 2015

Gesunde Knochen im Alter

Ab 50 steigt die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken. Dank Früherkennung lässt sich der Knochenschwund aufhalten.

Ungeschützt 10 ­Minuten ander Sonne reichen, um die tägliche Vitamin-D-Dosis zu produzieren (Bild: Getty Images).

Bei Unfällen können gesunde Knochen brechen. Ganz anders bei ­Osteoporose. Still und schmerzlos entwickelt sie sich über Jahrzehnte – und plötzlich beim Husten (Rippen) oder sich Setzen (Wirbelkörper) können Knochen brechen.

So scheinbar still die versteckte Krankheit Osteoporose über Jahrzehnte ist, umso schmerzhafter kann sie ab dem ersten Knochenbruch sein. Deshalb muss die Krankheit schon in der stillen Phase erkannt und gestoppt werden.

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann

Knochenschwund (Osteoporose) bedeutet Substanzverlust der Knochen und steht im Zusammenhang mit dem altersbedingten Hormonwechsel. Sinkt das weibliche Hormon Östrogen bei Eintreten der Wechseljahre, beschleunigt sich der Knochenabbau bei Frauen.

Bei Männern bildet sich das schützende Hormon Testosteron später zurück. Die Zahl der Erkrankungen nimmt zu: Heute ist jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahren betroffen.

Früherkennung verhindert Schäden

Bei älteren Personen kann ein Verlust der Körpergrösse von mehr als 3 cm auf eine Osteoporose hinweisen. Auch das Entstehen von Hautfalten am Rücken kann in diese Richtung deuten.

Sollten Sie solche Veränderungen feststellen, zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu informieren. Er wird mit Ihnen die weiteren diagnostischen Schritte besprechen.

Die Bestimmung von Substanzen im Blut, die als Stoffwechselprodukte bei Knochenabbau entstehen, kann zur Früherkennung beitragen. Mittlerweile gibt es viele Therapiewege, den Knochenabbau aufzuhalten. Ihr Arzt wird Sie gerne beraten.

Autor: Franz Lauener