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21. Juli 2014

Fremdgiessen? Ich streike!

Während alle anderen verreisen, soll die «Bohne, Bluescht & Berger»-Bloggerin die daheimgebliebenen Gärten hüten. Nix da!

Marienkäferfigut mit Giesskanne
Frau Bohnebluescht mag heuer keine fremden Giesskannen schleppen.

Wisst ihr, was Wikipedia zum Thema Ferien vermerkt? Ferien hätten den Zweck, «... es dem Arbeitnehmer zu ermöglichen, sich zu erholen und über einen Zeitraum für Entspannung und Freizeit zu verfügen.» Was mit erklärt, warum zurzeit ganze Horden daran sind, sich per Auto, Flugzeug oder Zug vom Acker zu machen, um dorthin zu entschwinden, wo sie sich am erfolgreichsten zu erholen glauben.

Was ja eigentlich wunderbarstens wäre, bedeutet das doch für die Uhus – die «Ums Hus ume»-Ferienmachenden und somit auch für mich – weniger Autos, leere Züge und endlich keinen Stau mehr am Badikiosk. Es heisst aber auch, dass überall in der Schweiz Gärten und Balkone fremdgegossen werden müssen. Und wer bietet sich da besser an als – die Uhus. Also auch ich, aber nur rein theoretisch: Diesen Sommer trete ich nämlich in den – Fremdgiessstreik.

Der Grund ist ein einfacher: Ich bin reif für die Insel! Und nur weil diese Insel nicht irgendwo im Mittelmeer oder in der Karibik liegt, sondern im «Bohnebluescht»-Garten, habe ich genauso ein Anrecht auf Erholung wie all jene, die sich per Auto, Flugzeug oder Zug vom Acker machen. Und darunter verstehe ich definitiv etwas anderes, als dauernd fremde Giesskannen durch fremde Gärten zu schleppen. Und drum sage ich jetzt und hier: Sorry, liebe Freunde, Nachbarn, Verwandte, diesmal ohne mich!

Ich werde also weder vier Wochen lang die «nur drei, vier Töpfe und fünf, sechs Blumenkistli und sieben, acht Pflanzsäcke» von Freund A und auch nicht zweieinhalb Wochen die drei «äussert umkomplizierten» Hochbeete von Nachbar B giessen oder seine zwei «äusserst umkomplizierten» Katzen füttern. Und schon gar nicht werde ich zwölf Tage lang den Rasensprenger von Verwandtem C («aber nur, wenns nicht regnet») in Betrieb setzen und im Stundentakt versetzen, um seinen (drei Wochen vor Abflug!) frisch angesäten Rasen zu wässern.

Und da nützt es auch gar nichts, liebe Freunde, Nachbarn, Verwandte, wenn ihr mich mit Zucchetti und Kopfsalat zu ködern sucht, die ich selbstredend in euren Gärten ernten dürfte, wenn ich sie denn giessen würde - Zucchetti und Kopfsalat ernte ich nämlich bereits bei mir, danke, und zwar en masse!

«En masse» habe ich dank meinem Fremdgiessstreik in den nächsten drei Wochen nun noch etwas anderes: nämlich Ferien, die den Namen auch verdienen, weil sie es mir ermöglichen, mich zu erholen und über einen Zeitraum für Entspannung und Freizeit zu verfügen. In dem Sinn, liebe Freunde, Nachbarn, Verwandte: Euch allen schöne Ferien!

P.S.: Auf «Bohne, Bluescht & Berger» wird auch während der Ferienzeit gebloggt. Der Austausch mit euch ist nämlich – Entspannung pur! ☺

Wer kümmert sich um euer Grünzeug, wenn ihr verreist? Oder haltet ihr die Stellung und damit auch eurer Freunde, Nachbarn, Verwandten Giesskanne? Outet euch über einen Kommentar, oder erstellt einen eigenen Artikel inklusive Fotos (Infos zu beidem rechts).

Autor: Almut Berger

Fotograf: Almut Berger