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02. November 2015

Finanzwort des Jahres

Welcher Begriff charakterisiert die Lage in der Finanzwelt am besten? Helfen Sie mit bei der Wahl des «Finanzworts des Jahres».

Wachstumstrend in den G7-Staaten

Der «Frankenschock» im Januar oder auch die Griechenlandkrise im Sommer verdeutlichen es: An den Finanzmärkten herrschen unruhige Zeiten. Doch woher kommt diese Nervosität?

Weltweit leidet die Wirtschaft unter einer hartnäckigen Wachstumsschwäche. Die nebenstehende Grafik zeigt den konstant negativen Trend während der letzten 50 Jahre. Seit der Finanzkrise stellt sich immer dringlicher die Frage, ob dieser Trend bald wieder dreht oder ob die wirtschaftliche Stagnation zum Normalzustand wird. Drei grosse ökonomische Experimente verfolgen das ambitionierte Ziel, neue Wachstumskräfte freizusetzen – vorerst mit ungewissem Ausgang.

1. Geldpolitik. Weltweit stehen die Geldschleusen so weit offen wie nie zuvor. Die Notenbanken haben damit Neuland betreten. Deshalb gibt es kaum Erfahrungswerte zu den Folgen: Kann die Geldpolitik die Konjunktur effektiv ankurbeln? Und wie gross ist die Gefahr, dass dadurch neue Finanzblasen entstehen?

2. Europäische Währungsunion. Der Euro ist ebenfalls ein Experiment auf unbekanntem Terrain. Schafft die Einheitswährung die Basis für neues Wachstum? Oder bremsen die Spannungen unter den Mitgliedsländern vielmehr die wirtschaftliche Entwicklung?

3. Transformation in China. Beispiellos in der Geschichte ist auch der Übergang des chinesischen Milliardenreichs von der Plan- zur Marktwirtschaft. Doch der sagenhafte Aufschwung ist ins Stocken geraten: Kann die Kommunistische Partei einen Einbruch des Wachstums verhindern?

Mit unserer Wahl des «Finanzworts des Jahres» wollen wir diese offenen Fragen rund um die Finanzmärkte ausloten. Dazu interessiert uns Ihre Einschätzung: Welches Schlagwort charakterisiert Ihrer Meinung nach die aktuelle Lage in der Finanzwelt besonders treffend? Beim Thema sind Sie völlig frei, die oben genannten Beispiele sollen lediglich der Inspiration dienen. Teilen Sie uns Ihren Vorschlag mit auf Blog.Migrosbank.ch.

Michel Theurillat, Claude Baumann, Oswald Grübel, Sita Mazumder und Albert Steck
Die Jury: Michel Theurillat, Claude Baumann, Oswald Grübel, Sita Mazumder und Albert Steck. (Bild: Gerry Nitsch)

Die Einsender der drei besten Vorschläge gewinnen ein Mittagessen mit der Jury. Diese besteht aus dem früheren Bankier Oswald Grübel, der Finanzprofessorin Sita Mazumder, dem Schriftsteller Michael Theurillat, dem Finews.ch-Gründer Claude Baumann sowie Albert Steck von der Migros Bank. Den von der Jury gewählten Begriff stellen wir am 30. November an dieser Stelle vor. Übrigens: Unser «Finanzwort des Jahres 2014» lautete «Nullzinspolitik» – kurz darauf wurden in der Schweiz Negativzinsen eingeführt.

Die Wahl zum «Finanzwort des Jahres» wird organisiert von der Migros Bank und dem Finanzportal Finews.ch. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme bis am 15. November unter Blog.Migrosbank.ch.

Autor: Albert Steck