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11. April 2016

Facebook AGB: Widerspruch zwecklos

Wer sich auf Facebook anmeldet, akzeptiert damit die Geschäftsbedingungen des sozialen Netzwerks. Einwände bringen nichts – wie also vorgehen? Fünf Tipps.

Facebook-Nutzer beanstanden regelmässig die AGB des sozialen Netzwerks.
Facebook-Nutzer beanstanden regelmässig die AGB des sozialen Netzwerks.

Aufgrund der neuen AGB in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten. Das Copyright meiner Profilbilder liegt ausschliesslich bei mir.

Solche und ähnliche sinnlose Einträge tauchen in erstaunlicher Regelmässigkeit auf Facebook auf. Warum, ist unklar. Fakt ist: Das soziale Netzwerk hat s eine Geschäftsbedingungen (AGB) zuletzt am 30. Januar 2015 geändert. Widerspruch ist zwar zwecklos, aber diese Massnahmen helfen:

1. Facebook-Konto löschen

Der einzig wirklich funktionierende Widerspruch gegen die AGB ist die Löschung des Facebook-Kontos. Das veranlasst man über eine versteckte URL . Bis alle Daten wirklich verschwunden sind, kann es laut Facebook allerdings bis zu 90 Tage dauern.

2. Sichtbarkeit einschränken

Zwar haben Nutzer keinen Anspruch auf das Copyright ihrer Bilder, aber auf ihre Privatsphäre. Die wichtigsten Einstellungen finden sich in den Einstellungen . Dort klickt man auf «Privatsphäre» und definiert als Erstes, wer Einsicht in die persönlichen Beiträge haben soll. Empfohlene Einstellung hierfür ist «Freunde». Wer bisher nicht darauf geachtet hat, lässt die Visibilität jedes Beitrags einschränken. Dazu genügt ein Klick auf «Ver­gangene Beiträge einschränken».

3. Beiträge überprüfen

Unter «Chronik und Markierungseinstellungen» wird festgelegt, wer auf der Facebook-Seite posten darf. Wer strengere Sicherheitseinstellungen wünscht, stellt auf «Nur ich». Zudem sollten unbedingt die beiden Optionen «Möchtest Du die Beiträge bzw. Markierungen überprüfen …» eingeschaltet werden.

4. Listen erstellen

Nicht jeder Beitrag ist für Arbeitskollegen, die Familie oder enge Freunde gleichermassen relevant. Wer auf für jede Zielgruppe eine Liste erstellt und seine Freunde kategorisiert, kann die Partyfotos so posten, dass nur die berechtigten Empfänger sie sehen können.

5. Perspektive wechseln

Alle Einstellungen gemacht? Die Überprüfung ist ganz einfach: Profil öffnen und rechts neben «Aktivitätenprotokoll anzeigen» auf die drei Punkte klicken, ­«Anzeigen aus der Sicht von …» wählen, um die öffentliche Sicht auf das Profil anzuzeigen. Dann oben «Aus der Sicht einer bestimmten Person anzeigen» anklicken und den entsprechenden Namen eingeben..

Autor: Reto Vogt

Illustrationen: Supertotto 2Agenten