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11. Januar 2016

«Gibt es eine Etikette für den Ausverkauf?»

Braucht es für hektische Momente in den Läden Regeln? Wären es einfach dieselben wie sonst? Diskutieren Sie mit.

Wer erobert sich das Schnäppchen?
Wer erobert sich das Schnäppchen?

Ja. Auch wenn es zugeht wie bei «American Gladiators», ist der Ausverkauf keine benimmfreie Zone; es handelt sich sogar um ein Faux-pas-Hochrisikogebiet wie etwa die Flugzeugkabine.

Die wichtigsten Regeln: Das Körperkontaktverbot in der Öffentlichkeit gilt auch hier. Sie sollten niemals reissen, zerren, drängeln.
Es gehört sich des Weiteren nicht, das letzte reduzierte Set Bettwäsche unter einem Stapel Handtücher zu verstecken, weil man vielleicht später wiederkommen und es kaufen will.

Feilschen dagegen ist möglich und nicht unmanierlich – gerade bei grösseren Einzelstücken wie Möbeln.

Ansonsten gilt: Lernen Sie loszulassen. Im wörtlichen Sinn.
Wenn zum Beispiel jemand am anderen Ende der heruntergesetzten Handtasche zieht. Denken Sie daran, wie viele Taschen Sie schon besitzen.
Und: Der Preisnachlass sollte nie Ihre Hauptmotivation für den Kauf sein.

Stürzen auch Sie sich ellbögelnd ins Ausverkaufs-Getümmel?
Oder halten Sie sich mindestens so sehr zurück wie bei den Auslagen im Normalverkauf?
Und welches Verhalten anderer Leute ärgert Sie in den Läden (nach Festtagen) am meisten?

Autor: Philipp Tingler

Illustrationen: Andreas Klammt