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17. November 2014

Ernte vor dem grossen Regen im Tessin

Kurz vor der Sintflut, am 1. und 2. November, haben wir alle Kiwis und Kakis geerntet

Rekordernte bei den Kiwis
Rekordernte bei den Kiwis
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Da letztes Jahr die nach dem Regen geernteten Kiwis teilweise vorzeitig ins Gärstadium gewechselt hatten, ist es uns dieses Jahr gelungen, die Ernte vor dem Regen einzubringen. Die Kakis sind weniger heikel, aber die Vögel machen sich relativ schnell hinter die vorzeitig reifenden Exemplare.

Ich habe dann eine Woche lang Kakis im Backofen gedörrt, leider mit Atomstrom, da der Regen pünktlich eintraf. Danach ging die Dörrerei in der Deutschschweiz weiter. Dazu hobelt man die unreifen (!), noch harten Kakis in 5mm-Scheiben (vorzugsweise mit einem Hobel mit Schneidschutz), breitet sie auf mit Backpapier belegten Blechen und Gittern aus (ich bringe 5-6 in den Ofen) und lässt sie bei 70 Grad trocknen. Den Backofen einen Spalt offen lassen, damit der Dampf entweicht.
Das Dörren dauert 5-7 Stunden, 1-2 Mal drehe ich die Scheiben, um den Vorgang etwas zu beschleunigen. Die gedörrten Kakis sind zuckersüss und haben den pelzigen Geschmack, den unreife Kakis normalerweise haben, ganz verloren.
Von den unreifen Kakis kann man auch Konfitüre machen: 1.5kg gerüstete, geschälte Kakis in Stücke schneiden, mit Saft von zwei Zitronen und 1 kg Zucker mischen. Etwas stehen lassen, damit sie Saft ziehen können. Aufkochen, ca. 10 Minuten kochen lassen, mit dem Mixstab pürieren und in heiss ausgespülte Gläser abfüllen.

Reife Kakis kann man auch problemlos einfrieren: das Fruchtfleisch auslösen und tiefkühlen. Nach dem Auftauen sofort verwenden, der angetaute Block kann gut mit einer Gabel etwas auseinandergezupft werden zum schnelleren Auftauen. Verwenden wie üblich: pur oder vermischt mit Quark o.ä.

Es ist erstaunlich, dass die Kakis im Tessin vielfach gar nicht geerntet werden. So sieht man nach dem grossen Blätterfall eine Menge kahler Bäume, die mit den roten Kugeln behangen sind. Gerade passend für die Weihnachtszeit...