Archiv
18. April 2016

Erkältet zur Arbeit gehen?

Kolumnist Philipp Tingler beantwortet jede Woche eine Frage des modernen Benehmens. Diesmal: Soll oder darf man mit einer Erkältung zur Arbeit gehen?

krank zur Arbeit
Wer krank zur Arbeit erscheint, erbringt nicht nur ein Opfer, sondern gefährdet damit auch die Gesundheit der Mitarbeitenden ...

«Nein, das sollte man nicht. Es mag aufopfernd gemeint sein, hat aber in der Tat gar nichts Heroisches an sich und ist der eigenen Genesung nicht förderlich.

Darüber hinaus ist es unmanierlich, andere Menschen durch die Ansteckungsgefahr einem Gesundheitsrisiko auszusetzen.
Nun gibt es natürlich den Fall, dass persönliches Erscheinen unabdingbar ist (Achtung: Dieser Fall ist seltener, als Sie denken!) – dann informieren Sie vorab Kunden und Mitarbeitende über Ihren Zustand, verzichten Sie auf Händeschütteln oder sonstigen Körperkontakt und desinfizieren Sie regelmässig Ihre Hände, idealerweise auch noch ein paar Tage nach Abklingen der Symptome.

Und vermeiden Sie es bitte, in die Gegend zu niesen und zu husten.
Dies ist generell garstig und kein Zeichen guter Umgangsformen, immer und überall.
Korrekterweise niest und hustet man in die Armbeuge.»

Autor: Philipp Tingler

Illustrationen: Andreas Klammt