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13. Juli 2015

Entspannte Reisevorbereitung

Medikamente eingepackt, Stützstrümpfe dabei, Arztcheck gemacht? Daran sollten Sie denken, bevor Sie entspannt in die Ferien abheben.

Entspannte Reisevorbereitung
Unbeschwert in die Ferien: Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sollten ihre Risiken für Flugreisen abklären. (Bild: Getty Images).

Wir Schweizer reisen gerne. Vermehrt werden exotische Destinationen auch von älteren Menschen, die an Vorerkrankungen leiden, ausgewählt. Damit die Reisefreuden nicht durch gesundheitliche Probleme getrübt werden, lohnt es sich, gewisse Vorkehrungen zu treffen.

Genügend Medikamente

Reisende, die regelmässig auf Medikamenteneinnahme angewiesen sind, sollten die für die gesamte Tourdauer benötigten Arzneimittel einpacken. Damit bei einem Gepäcksverlust keine Unterbrüche auftreten, empfiehlt es sich, die Mittel doppelt mitzunehmen.

Eine Auflistung der medizinischen Diagnosen, am besten auf Englisch, kann im Fall einer medizinischen Konsultation im Reiseland von grossem Nutzen für den behandelnden Arzt sein.

Thrombosen vorbeugen

Fliegen bedeutet eine zusätzliche Belastung, vor allem für Passagiere mit Herz- und Lungenerkrankungen.

Der Kabinendruck im Flugzeug entspricht demjenigen auf 2200 m ü. M. – Personen, die solche Höhen nicht ver­tragen, sollten das Fliegen ebenso meiden wie frisch operierte Patienten und schwangere Frauen nach der 36. Schwangerschaftswoche.

Bei vorbestehenden Gerinnungsstörungen in der Familie, bei früher erlittenen Thrombosen, Krebserkrankungen, kürzlich stattgefundenen, grossen chirurgischen Eingriffen, gelähmten oder eingegipsten Beinen sollte vor Flügen, die länger als fünf Stunden dauern, prophylaktisch eine Blutverdünnung vorgenommen werden.

Ferner wird empfohlen, Stützstrümpfe zu tragen, die Beine regelmässig zu bewegen und während des Flugs viel zu trinken.

Braucht es eine Impfung?

Die Notwendigkeit, sich impfen zu lassen oder Vorsorgemassnahmen zu treffen, hängt von der Reiseroute und vom Reisestil ab.

Hotelferien sind bezüglich Infektionsrisiko anders als Backpackerreisen oder Aktivtourismus. Je genauere Angaben man über seine Reisepläne macht, desto gezielter kann eine Beratung erfolgen.

Impfungen benötigen manchmal mehrere Gaben. Daher sollte die reisemedizinische Beratung früh, am besten sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt erfolgen. Die Beratung ist auch eine gute Gelegenheit, um Impflücken zu schliessen oder Auffrischimpfungen ­durchzuführen, die häufig vergessen ­werden. 

Autor: Roberto Llano