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19. August 2013

Englisch bleibt für Sprachferien am beliebtesten

Die neuste Umfrage der Vereinigung Sprachreiseveranstalter, Swiss Association of Language Travel Agents (Salta), zeigt es: Beliebtestes Reiseziel bleibt England mit einem Marktanteil von 21,5 Prozent. Englisch hat jedoch mit 63 Prozent 5 Prozent Sprachstudenten verloren. Auf Platz 2 und 3 folgen Französisch (12) und Spanisch (10 Prozent). Exklusiv online die besten Adressen für Brooklyn, New Yorks neuer Hipster-Stadtteil und ideal für einen Sprachaufenthalt.

Brooklyn Prospect Park
Brooklyn Prospect Park

Es muss nicht immer Malta, London oder Paris sein. Meine exotischsten Destinationen für einen Sprachaufenthalt:
1. Jeffreys Bay in Südafrika, westlich von Port Elizabeth, überzeugt mit langen Sandstränden, guten Surfbedingungen, Walen und Sommermonaten, wenn bei uns Winter ist.
2. Puerto Viejo in Costa Rica liegt an der Karibikküste und in der Nähe von Naturreservaten. In dem nur 2000 Einwohner zählenden Städtchen ist Entspannung trotz Spanischkurs garantiert.
3. Nouméa auf Neukaledonien lädt ein, am Traumstrand unter Palmen Französisch zu lernen. Die zu Frankreich gehörende Inselgruppe ist allerdings rund 24 Flugstunden von der Schweiz entfernt, bietet aber das zweitgrösste Korallenriff der Welt und ideale Tauchbedingungen.

Neu ist es möglich, Türkisch in Izmir und Hindi im südindischen Goa zu lernen. Hindi eignet sich für einen Sozialeinsatz in Indien.

Brooklyn Bridge
Brooklyn Bridge

Gut zu wissen: Die Fremdsprache lernt man nicht nur in der Schule, sondern oft besser in der Gastfamilie. Beispielsweise in New Yorks Stadtteil Brooklyn: Er ist mit der U-Bahn von Manhattan aus schneller zu erreichen als gewisse Quartiere in Manhattan selbst. Empfehlenswert ist als Auftakt jedoch ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge. Von dort sieht die Skyline von Manhattan besonders spektakulär aus.

Brooklyn Bridge richtung Brooklyn
Brooklyn Bridge richtung Brooklyn

Brooklyn ist gleich viermal grösser als Manhattan und hat 2,7 Millionen Einwohner aus 180 Nationen. Trends in Mode, Musik und Lifestyle werden hier geboren. Das trifft speziell auf die 5th und 7th Avenue im vornehmen Brooklyner Stadtteil Park Slope zu. Dort konkurrenzieren sich Cafés, Restaurants und Boutiquen. Meine Tipps: Song (295 5th Avenue, populäres Thai-Restaurant mit Preisen von 1–15 US-Dollar!), Blue Ribbon Brasserie (280 5th Avenue, Meeresfrüchte, Steaks oder Sushi gleich nebenan!) oder Al di là Trattoria (248 5th Avenue, bei diesem Italiener stehen die Leute Schlange, wobei man zu zweit mit rund 150 Dollar rechnen muss). Den besten Cheesecake gibt’s im Junior’s (386 Flatbush Avenue, www.juniorscheesecake.com ). Barcade an der 388 Union Avenue ist eine beliebte Bar mit über 20 Biersorten.

Downtown mit den langen Strassen Court und Smith bieten reichlich Auswahl zum Einkaufen. Und zum Joggen oder Velofahren geht man zum Prospect Park, wo mehr Vogelarten leben als im Yosemite-Nationalpark. Unbedingt ansehen sollte man sich auch den trendigen Brooklyner Stadtteil Williamsburg (mit dem L-Train eine U-Bahn-Station nach Manhattan, Station Bedford Av aussteigen). Hier ist die Gegend voll von Restaurants und Bars. Und Williamsburg ist auch das Zentrum der jüdischen Ultraorthodoxie – Klein-Jerusalem mitten in Brooklyn.

7th Avenue in Brooklyn
7th Avenue in Brooklyn

Wer mit der U–Bahn nach Brighton Beach am Ozean fährt, erlebt «Little Odessa», das so genannt wird wegen seiner vielen Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Tatsächlich reden viele Passanten Russisch, sind Cafés in kyrillischer Schrift angeschrieben. Ein Spaziergang dem Meer entlang (Badehose nicht vergessen!) führt von hier nach Coney Island, dem etwas heruntergekommenen Vergnügungspark. In der Imbissbude Nathan’s soll der Hotdog erfunden worden sein. Hier finden jährlich Fressorgien statt, bei denen es darum geht, möglichst viele Hotdogs zu verschlingen. Ein Kalifornier schaffte 69 in zehn Minuten – ein fragwürdiger Weltrekord.

Weshalb nicht zur Einstimmung ein geführter Spaziergang?
Allgemeine Infos zu Brooklyn .

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild