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10. April 2012

Ein Fünftel aller Energie sparen

253 Milliarden Kilowattstunden (kWh) hat die Schweiz 2010 verbraucht. Das Energiesparpotenzial ist allein beim Gebäudepark beträchtlich, insgesamt liesse sich der Energiebedarf bis 2035 um über 20% reduzieren.

253 Milliarden Kilowattstunden (kWh) oder 253 Terawattstunden (TWh): So viel Energie hat die Schweiz 2010 verbraucht – und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Das Energiesparpotenzial ist allein beim Gebäudepark beträchtlich: Würden die ca. 1,5 Millionen sanierungsbedürftigen Liegenschaften in der Schweiz saniert, könnten fürs Heizen um die 50% Energie gespart werden. Theoretisch ist das Sparpotenzial noch viel grösser: Kämen innovativste Standards wie Minergie-P oder Minergie-A zur Anwendung, rechnet man mit Einsparmöglichkeiten im Bereich von 80-100%.

Ähnlich hoch ist das Sparpotenzial beim Warmwasser. Das Bundesamt für Energie schätzt, dass bereits mit einem Quadratmeter Sonnenkollektor pro Person um die 50% des Energiebedarfs für die Aufbereitung von Warmwasser gedeckt werden könnten, während das Sparpotenzial beim Verbrauch 40% beträgt.

Die geringsten Einsparmöglichkeiten liegen beim Stromverbrauch der Geräte inkl. Beleuchtung, der sich beim Gebäudepark um 25% reduzieren liesse.

Was kostet im Schweizer Endverbrauch wieviel Energie?
Was kostet im Schweizer Endverbrauch wieviel Energie?

Insgesamt ergibt sich bis 2035 für den Gebäudepark ein realistisches Sparpotenzial von 50 TWh beim Heizen und der Warmwasseraufbereitung sowie von 5 TWh beim Stromverbrauch der Geräte, was eine Reduktion von rund 21% des gesamten Endenergieverbrauchs der Schweiz bedeutet.

Autor: Karin Meier