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12. Mai 2017

Ein Tomatenhaus findet seinen Platz

Schon einmal ein Tomatenhaus gezügelt? Kann recht tricky sein, gerade wenn zwischen dem Ab- und erneuten Aufbau ein paar Monate liegen.

Erst wird gejätet, dann aufgestellt.
Erst wird gejätet, dann aufgestellt.

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte von meiner Schrebergartenfreundin, die letzten Spätherbst eine grössere Parzelle beziehen durfte. Neben allem Möglichen, was eine Gärtnerin so bunkert im Laufe einer Schreberkarriere, musste auch das von meinem Herzensmann gebaute Tomatenhaus mit auf die Reise. Damals versprach mir besagte Freundin, den Wiederaufbau des Häusles im neuen Garten zu dokumentieren. Was sie nun getan hat. Doch lest selber:
«Kurz vor Ostern wars so weit und das Tomatenhaus konnte am neuen Ort wieder zusammengebaut werden. Ende Jahr hatten wir das Häuschen ja in Einzelteilen vom alten in den neuen Garten gezügelt. Der geneigte User erinnert sich vielleicht.
Während die Fensterscheiben unter dem Dach vor der Hütte gelagert waren, hat der Sockel den Winter am neuen Ort bestens überstanden: Direkt neben dem bereits bestehenden und ebenfalls reizenden Tomatenhaus des vorherigen Pächters. Nun also nur noch fürs Foto ein bisschen gejätet und schon konnte der Wiederaufbau losgehen.
Nach knapp zehn Minuten konnten wir schon Ufrichti feiern: Die Dachkonstruktion war flugs wieder auf den Sockel montiert und festgeschraubt. Hier zeigt sich: Dank Massarbeit (dem Erbauer sei Dank!) passte alles noch bestens, trotz Winterkälte und -feuchte.
Dann kam die erste Herausforderung: Die Seitenbretter (oder wie soll ich die Dinger nennen?) waren unauffindbar. Wir durchsuchten die Brennholzbeige, einen Stapel Dachlatten-Restposten und eine undefinierbare Ansammlung von anderem Holz und hätten um ein Haar ein paar morsche Hölzer mit seltsamem Zuschnitt eingebaut, aber da: Die offiziellen massgeschneiderten Bretter fanden sich im Tomatenhaus nebenan. Juhui. Das Einsetzen der Bretter und Seitenfenster war dann nur noch ein Kinderspiel!
Richtig knifflig wurde es mit den drei Fenstern, welche die Rückwand bilden: Welches gehört wo hin? Heisst Nummer eins das erste von links oder das erste von rechts? Das hätte ich wohl Ende Dezember doch etwas besser beschriften sollen. Klar war nur: Nummer zwei gehört in die Mitte. Grübel grübel. Dann konnten wir mit vereinten Hirn- und Muskelkräften alle Fenster (doppelverglast, schwer!) an den richtigen Ort hieven und dort festschrauben.
Die Fensterrahmen hatten sich eventuell während des Winters ein wenig verzogen und so mussten wir da und dort etwas rücken, drücken und würgen. Die Schrauben wurden auch nicht alle restlos an ihrem ursprünglichen Platz eingeschraubt, aber egal: Das ganze Ding hält!»