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22. April 2013

Ein Fluch in Ehren

Fluchen ist verpönt und wird in Anwesenheit von Kindern vermieden. Sind die Kleinen aber nicht in Sichtweite, geht jedem von uns mal ein Schimpfwort über die Lippen. So auch der Migros-Magazin-Redaktion. Und wie fluchen Sie am liebsten?

Ein Fluch in Ehren...
Ein Fluch in Ehren... (Bild: itespresso.de)

Wenn etwas nicht wie gewünscht klappt, hallt selten das landläufige Schei*** oder die englische Übersetzung davon durch das Grossraumbüro. Die Lieblingsschimpfworte der Redaktorinnen und Redaktoren sind weitaus vielfältiger und haben oft einen familiären, regionalen oder geschichtlichen Hintergrund. Geflucht wird zum Beispiel kreativ mit einem «Nondünpip» als schweizerdeutsche Abwandlung des französischen «Non d’une pipe». Ebenfalls aus dem fremdsprachigen Raum kommen der italienische Ausruf «Mamma mia!», das belgische «Godverdomme» oder die bayrischen Klassiker «Kruzifix» und «Sakradi».

Die zürcherstämmigen Redaktorinnen und Redaktoren ziehen beim Schimpfen den «Schafseckel», die «blödi Täsche» oder das «Mondchalb» vor. Ebenfalls gern geflucht wird mit dem Einbezug von Fleischwaren: «huere Salami!» Die Berner Fraktion mag es lieber zurückhaltend und lässt höchstens ein «Sapperlot» oder «Stäcketööri» fahren. Um die ganz bösen Flüche zu vermeiden, sprechen wir sie einfach leicht verändert aus. Ein herzhaftes «Ver... chlemmi», «Sch... immel» oder «Gopfer...tori» tönt doch schon viel harmloser, oder? Und sonst halten Sie es einfach mit Mani Matter: «Schimpfwörter sy Glückssach.»

Wie ist es bei Ihnen: Welches sind ihre liebsten Flüche? Nutzen Sie die Kommentarfunktion unten und erzählen Sie uns die Geschichte Ihres meistgehören oder –genutzten Fluchs. Wir sind gespannt!

Autor: Reto Vogt