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16. Juni 2014

Ein einig Volk von Gärtnern

Blick über den Gartenzaun: Zwei, drei Blumentöpfe, ein Sack Erde, ein paar Samentütchen – Gärtnern lässt sich auf dem kleinsten Flecken. 70 Prozent der Schweizer greifen denn auch regelmässig zu Häckerli und Giesskanne.

Blick über den Gartenzaun
Ein Blick über den Gartenzaun.

Geranien und Mangold auf dem Balkon, Lilien und Fenchel im Garten und im Schrebergarten ein Tomatenhüsli: 70 Prozent der Schweizer pflegen einen grünen Daumen.

Dabei ist die Leidenschaft, selbst in der Erde zu buddeln, keine Frage des Alters: Immerhin 60 Prozent der 14- bis 29-Jährigen bauen selber Gemüse, Obst, Kräuter oder Blumen an. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es gemäss einer Umfrage von Marketagent.com Schweiz sogar 80 Prozent, die ihre eigenen Pflänzchen giessen. Befragt wurden 500 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren.

Gepflanzt wird demnach am liebsten im eigenen Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Einen Schrebergarten gepachtet haben in der Deutschschweiz gerade mal 3 Prozent der Hobbygärtnerschaft. In der Westschweiz sind es sogar bloss 1 Prozent.

Fast jeder Fünfte pflanzt selber Kartoffeln an

Was wächst denn da? Auf der Beliebtheitsskala oben stehen Kräuter (74%), gefolgt von Blumen (70%), Gemüse (44%) und Beeren (40%). Immerhin 17 Prozent der Hobbygärtner pflanzen Kartoffeln – anscheinend hat es sich herumgesprochen, dass dies ohne Weiteres auch in grossen Kübeln oder in Säcken funktioniert.

Im Durchschnitt ist Herrn und Frau Schweizer der grüne Daumen pro Jahr 190 Franken wert: 29 Prozent schätzen ihre saisonalen Ausgaben für Pflanzen, Dünger, Gefässe und Zubehör auf maximal 50 Franken, 24 Prozent auf 101 bis 200 Franken und 15 Prozent geben über 300 Franken aus.

Autor: Almut Berger