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22. April 2013

Eiger, Mönch und Everest

Vor dem aktuellen Projekt hat Extrembergsteiger Ueli Steck in der Schweiz und im Himalaya schon manche grosse Leistung erbracht. Migrosmagazin.ch blickt auf die wichtigsten Etappen seiner Karriere zurück.

Der ausgebildete Zimmermann Ueli Steck, der am 4. Oktober 1976 im Emmental geboren wurde, beherrschte schon mit 17 Jahren den 9. Schwierigkeitsgrad im Klettern und durchstieg als 18-jähriger die Eiger-Nordwand.

2004 schaffte er die Nordwände des Eigers, des Mönchs und der Jungfrau mit dem Alpinisten Stephan Siegrist in nur 25 Stunden.

Im Februar 2007 realisierte er seinen ersten Eiger-Speedrekord auf der klassischen Heckmair-Route in 3 Stunden 54 Minuten.

An der Annapurna-Südwand geriet Steck in einen Steinschlag
An der Annapurna-Südwand geriet Steck in einen Steinschlag (Bild: Robert Bösch)

Im Mai 2007 wollte Steck die 8091 Meter hohe Annapurna-Südwand begehen und geriet in einen Steinschlag. Ein Stein traf ihn am Kopf. Steck verlor das Bewusstsein und stürzte ab. Trotz Gehirnerschütterung und mehreren Prellungen vermochte er sich aus eigener Kraft ins Basislager zu retten.

Neuer Eiger-Speedrekord auf der Heckmair-Route
Neuer Eiger-Speedrekord auf der Heckmair-Route (Bild: Robert Bösch)

Im Februar 2008 bricht Steck seinen eigenen Eiger-Speedrekord auf derselben Heckmair-Route und stellt mit 2 Stunden und 47 Minuten eine neue Bestzeit auf.

Zusammen mit Simon Anthamatten erhält Ueli Steck den Prix Courage
Zusammen mit Simon Anthamatten erhält Ueli Steck den Prix Courage (Bild: Keystone)

Am 26. September 2008 werden Ueli Steck und Simon Anthamatten mit dem Prix Courage des «Beobachters» ausgezeichnet – für ihren Mut und eine Rettungsaktion am Annapurna, mit der sie zwei Bergsteigern geholfen haben.

Projekt «Rekordzeit für alle drei grossen Nordwände» erfolgreich gemeistert (Bild: Robert Bösch)

Am 13. Januar 2009 braucht Ueli Steck 1 Stunde und 56 Minuten für die Schmid-Route am Matterhorn. Damit beendet der Berner Oberländer sein Projekt erfolgreich, alle drei grossen Nordwände der Alpen (Eiger, Grandes Jorasses und Matterhorn) in Rekordzeit zu durchklettern.

Erneut werden Anthamatten und Steck mit einem Preis ausgezeignet (Bild: Pioletsdor.com)

Am 25. April 2009 werden Ueli Steck und Simon Anthamatten mit den «Piolets d’Or» (Oscar des Alpinismus) ausgezeichnet, für ihre Erstbegehung im April 2008 der Tengkampoche-Nordwand im nepalesischen Khumbu-Valley.

Ebenfalls 2009 klettert Steck auf den Gasherbrum II (8035 Meter) und den 8468 Meter hohen Makalu.

Im Frühling 2011 meistert er die Südwand des Shishapangma (8027 Meter) solo in 10,5 Stunden sowie den Cho Oyu (8201 Meter).

Ueli Steck ohne Sauerstoff auf 8848 Meter (Bild: zVg)

Am 18. Mai 2012 steht der Ringgenberger Bergsteiger und Zimmermann ohne Flaschensauerstoff auf dem 8848 Meter hohen Mount Everest, was ihn definitiv zu den weltweit besten Alpinisten macht.

Autor: Reto Wild