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03. Februar 2014

Druckfrisches Essen

Wenn im Kühlschrank mal wieder gähnende Leere herrscht, einfach an den PC sitzen, Rezept herunterladen und das Gericht ausdrucken.

Frisch gedruckte Süssigkeiten in Form von Kugeln und Spiralen
Zuckerobjekte: Der ChefJet von 3D Systems druckt süsse Kreationen.

Mehr zum Thema: Die abgefahrensten Geräte der Consumer Electronic Show in Las Vegas. Zum Artikel

Moderne 3-D-Drucker stellen mit Hilfe digitaler Vorlagen dreidimensionale Objekte her, indem sie diese zum Beispiel aus Gummi herausfräsen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: Praktisch alles, was sich am PC modellieren lässt, kann gedruckt werden. Sogar Nahrungsmittel.

Im Rahmen der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas stellten Druckerhersteller Geräte vor, die auf Knopfdruck Essbares herstellen. Der ChefJet (Bild) von 3D  Systems kommt in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt und bindet Zucker mit Wasser und produziert so feine Süssigkeiten. Das rund 5000 Franken teure Gerät soll für eine Zuckerkreation von 2,5 Zentimeter Höhe etwa eine Stunde benötigen. Die Pro-Version des Geräts mischt zusätzlich Farbe bei und kostet 10'000 Franken.

Auf dem gedruckten Menüplan steht jedoch nicht nur das Dessert. Der Lebensmittelkonzern Barilla will einen Nudeldrucker bauen lassen, der nach dem Vorbild der Kaffeekapseln mit Teig versorgt werden könnte. Angedacht ist der Einsatz für Restaurants, wo Gäste die Wunschform ihrer Pasta auf einem USB-Stick mitbringen und pfannenfertig drucken lassen.

Bis sich «Food Printing» allerdings durchsetzt, muss noch das Drucktempo verbessert werden.

Der ChefJet von 3D Systems.
Der ChefJet von 3D Systems. (Bild:zVg.)

Autor: Reto Vogt