Archiv
05. September 2016

Drei 360-Grad-Kameras im Vergleich

360-Grad-Kameras eröffnen neue Perspektiven: Sie halten nicht nur einen Bildausschnitt fest, sondern liefern einen Rundumblick. Die Alltagstauglichkeit der Geräte im Test.

Wer mit einer 360-Grad-Kamera ein Foto schiesst oder ein Video aufzeichnet, muss darauf gefasst sein, auf der Aufnahme aufzutauchen.

Es gibt nämlich kein «hinter der Kamera» mehr. Gut: Die Geräte lassen sich per Smartphone fernsteuern. So hat man Zeit zu flüchten oder sich zu verstecken.

360 Grad: «Hinter der Kamera» wird sichtbar

360-Grad-Fotos und -Videos darstellen können Facebook und YouTube. Sollen die Aufnahmen nicht veröffentlicht werden, muss eine Virtual-Reality-Brille her, um sie anzuzeigen.

Im Test klappte die Fotografie gut, mit Videos tun sich die Geräte (noch) schwer. 360-Grad-­Kameras sind darum Spielzeuge für Menschen, die gerne beim Fotografieren und Filmen experimentieren.

Die Geräte im Vergleich

Samsung Gear 360Ricoh Theta SKodak Pixpro SP360 4K
Die kugelrunde Kamera von Samsung ist nur mit Smartphones dieses Herstellers kompatibel – schade. Ansonsten ist sie einfach zu bedienen, und dank mitgeliefertem Standfuss lässt sie sich praktisch überall nutzen. Gute Videoqualität.Die Ricoh Theta S ist innert Sekunden betriebsbereit. Gesteuert wird sie wahlweise über die wenigen Knöpfe am Gerät selbst oder über das per WLAN gekoppelte Smartphone aus der Distanz. Die schlichte, elegante Optik der Kamera überzeugt genauso wie die Fotoqualität.An Bord ist viel Zubehör, um die Kamera zum Beispiel am Velohelm festzuschnallen. Sie verfügt über ein Display, das die Bedienung erleichtern sollte. Tut es aber nicht. Es braucht Übung, um damit zurechtzukommen. Insgesamt überzeugt die Qualität nicht.     
PositivStandfuss mitgeliefert, simpel bedienbarSimple Bedienung, keine Speicherkarte nötigDisplay am Gerät, viel Zubehör 
NegativSamsung-Zwang, Speicherkarte nötigKein Standfuss im LieferumfangKomplexe Bedienung, Speicherkarte nötig
Preis 379 Franken 415 Franken 549 Franken

Autor: Reto Vogt