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23. Juni 2014

Donnerwetter!

Die «Bohne, Bluescht & Berger»-Bloggerin würde gern in der himmlischen Wetterzentrale arbeiten. Nur hätte sie dann Krach mit der restlichen Schweiz.

Sonnenuntergang? Oder erste Gewitteranzeichen?
Gewitter über dem Bohnebluescht-Garten: Da sah es noch wie ein harmloser Sonnenuntergang aus....

Tagesgangwetter, schon mal gehört, den Begriff? Tagesgangwetter ist das klassische Sommerwetter, bei dem man jeweils an einem kühlen (alles eine Frage der Definition) Morgen aufsteht, um sich spätestens um 11 Uhr nach der ersten Glace zu sehnen. Bei der dritten (oder auch vierten) Glace am späteren Nachmittag entdeckt man dann, dass sich am Horizont erste Quellwolken aufzubauen beginnen. Quellwolken, die sich irgendwann nach dem Znacht, das aus nahe liegenden Gründen in der Badehose stattfindet, begleitet von einem riesigen Donnerwetter entleeren.
Und da komme ich ins Spiel oder, zum Glück für die übrige Schweizer Gärtnerschar, eben nicht. Denn wäre ich und nicht Petrus, Zeus oder Jupiter in der himmlischen Wetterzentrale am Drücker, würde ich dafür sorgen, dass dieses Donnerwetter irgendwo, aber sicher nicht über dem Bohnebluescht-Garten wettert!
Nicht, dass ich etwas gegen Gewitter hätte, nein, ich liebe ihre ureigene Dramatik. Und ein richtiges Donnerwetter im richtigen Moment kann äusserst reinigend sein, und das meine ich jetzt nicht nur wettertechnisch. Aber nicht, wenn es über meinem Garten stattfindet. Und erst recht nicht, wenn es Petrus, Zeus oder Jupiter einfallen sollte, während des Donnerwetters auch noch auf den Knopf für den Auswurf der Hagelkörner zu drücken.
Hagel ist nämlich mein ultimativer Horror, vor allem wenn er in der Grösse eines Hühnereis im Bohnebluescht-Garten aufschlägt (alles schon vorgekommen, ich hatte dank Sohnemann wochenlang die Tiefkühltruhe voll davon). Damals zahlte uns die Versicherung zwar anstandslos die zwei Lamellenstoren, denen der Hagel den Garaus gemacht hatte. Einen Bohnebluescht-Garten aber kann man nicht versichern. Und sowieso ist mein liebevollst gebibäbeltes Grünzeug nicht mit Geld aufzuwiegen!
Und so werde ich in den nächsten Wochen wohl noch unzählige Male abends auf meiner Terrasse stehen, den wilden Zickzack am Horizont beobachten und innerlich mitzählen, wie lange es bis zum ersten Donnerschlag dauert. Und wenn Petrus, Zeus oder Jupiter auf den Knopf für die Hagelkörner zu drücken droht, dann werde ich – sorry für die übrige Schweizer Gärtnerschar – ganz fest meinen Daumen drücken, dass dies bitte nicht über dem Zürcher Oberland geschehen möge.
Ist Euer Garten auch schon einem Hagelzug zum Opfer gefallen? Mögt Ihr Gewitter, oder versteckt Ihr Euch jeweils unter dem Bett? Outet Euch über einen Kommentar, oder erstellt einen eigenen Artikel inklusive Fotos (Infos zu beidem siehe oben rechts).

Autor: Bohne, Bluescht & Berger

Fotograf: Bohne, Bluescht & Berger