Archiv
05. August 2013

«Dogdance ist Glückseligkeit für mich»

Christine Szakacs, 70, aus Bern, gilt als Grande Dame der Schweizer Dogdance-Szene. Die Gattin des Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät ist Tänzerin, Richterin und Kursleiterin und für viele Dogdancer ein Vorbild.

Christine Szakacs
Christine Szakacs (70), berühmteste Schweizer Dogdancerin (Bild: zVg).

Frau Szakacs, was fasziniert Sie an diesem Sport?

Er vereint meine drei Hauptleidenschaften, Tanzen, M usik und Tiere. Ich war früher Eiskunstlauflehrerin. Als ich eine Dogdance-Vorführung sah, wusste ich: Das ist mein Sport!

Mit welcher Hunderasse trainieren Sie?

Ich habe Jagdhunde der Rassen Vizsla und Langhaar-Whippet. Ich mag sie, weil sie aufmerksam, schnell, beweglich und elegant sind. Man kann Dogdance aber mit jeder Rasse machen, auch mit Mischlingen.

Ist Tanzen nicht gegen die Natur des Hundes?

Gar nicht. Hunde sind nicht gerne arbeitslos. Viele Hunde sind heute alleine zuhause. Dort richten sie Schäden an beim Versuch, sich selbst zu beschäftigen. Im Freien laufen sie weit weg vom Meister, graben Löcher oder werden aggressiv oder, umgekehrt, teilnahmslos. Im Dogdance erhalten die Tiere Bewegung, Beschäftigung und Aufmerksamkeit.

Warum machen mehr Frauen als Männer Dogdance?

Frauen haben mehr Zeit, sich mit ihrem Hund abzugeben, das ist im Hundesport allgemein so. Ausserdem liegt ihnen das tänzerische Bewegen näher. An Turnieren sind aber auch Männer an der Spitze.

Was gibt Ihnen Dogdance?

Dogdance ist Glückseligkeit für mich, Harmonie und künstlerischer Ausdruck. Und beide, Besitzerin wie Hund, entwickeln sich durch das Arbeiten miteinander.

Video: Christine Szakacs mit ihrem Hund Luce.

Autor: Iwona Eberle