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10. März 2014

Auf die richtige Karte setzen

Neu lässt sich die Patientenverfügung im Internet speichern. Dank eines ständig mitgeführten Vorsorgeausweises können Ärzte im Notfall alle hinterlegten Gesundheitsdaten abrufen.

Illustration: ein Patient und Der Tod spielen Karten
«Jetzt ist er mein!» – «Nicht so schnell, ich 
habe noch einen Trumpf in der Hand.» «Grrrrrmpf!» (Karikatur: Nicolas Bischof)

Wie ein Mensch gepflegt werden will, wenn er seine Wünsche nicht mehr äussern kann, steht in einer Patientenverfügung. Angehörige und Ärzte können diesen Willen nur umsetzen, wenn das Dokument zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist.

Dafür ist Evita da, das elektronische Gesundheitsdossier von Swisscom: Für jährlich 29 Franken lässt sich eine rechtsgültig unterschriebene Patientenverfügung, zum Beispiel Docupass von Pro Senectute, einscannen und online speichern. Die Zugangsdaten tragen Kunden auf einem gedruckten Vorsorgeausweis mit sich. So ist in einer Notsituation ein sofortiges Log-in möglich und die Patientenverfügung oder Kontaktinfos von Angehörigen und zuständigen Ärzten abrufbar.

Neben der digitalen Ablage der Patientenverfügung bietet Evita die Möglichkeit, weitere Daten wie Krankenkasseninformationen, Blutgruppe oder regelmässig einzunehmende Medikamente zu erfassen. Evita erinnert die Nutzer alle zwei Jahre daran, die Informationen zu aktualisieren.

Der Zugang zu Evita wird nebst Benutzername und Passwort per SMS-Code geschützt. Nutzer müssen sich dennoch bewusst sein, dass sensible Gesundheitsdaten auf Swisscom-Servern gespeichert sind.

Geben Sie deshalb einzig Daten an, die nur in Notfällen verlangt werden, und gehen Sie grundsätzlich vorsichtig mit Informationen um.

Autor: Reto Vogt