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08. Oktober 2012

Die Ziele von Vollzeit- und Teilzeit-Müttern

(Fast) Alle Eltern versuchen ihren Erziehungsjob so gut als möglich zu erledigen, der gesellschaftliche Druck auf die Mütter ist jedoch noch immer ungleich grösser als auf Väter. Umso mehr fällt die oft unterschiedliche Motivation zwischen erwerbstätigen und Ganztages-Müttern sowie ihrem jeweiligen Umfeld auf.

migrosmagazin.ch listet nachfolgend mögliche Gründe auf, aufgrund derer sich Mütter für eine Rundumbetreuung von Kindern oder eben eine Arbeitstätigkeit von 50% oder mehr entscheiden.
Verraten Sie uns mit einem Kommentar (unten), welches Ihre Hauptmotivation als Mutter ausmacht oder welches Modell Sie als Vater wählen – und unterstützen.

Prioritäten von Teilzeitmüttern1. Eine ausgefüllte Mutter sein. Dazu gehört, dass ich mich nicht nur über das Mutter-Sein definiere.
2. Als Mutter soll ich dem Kind auch Wertschätzung vermitteln. Dazu muss ich sie auch für mich vorleben – sprich: erhalten.
3. Durch Tätigkeit ausser Haus teilweise Druck vom Haushalt nehmen. Das entspannt. Zudem ist das soziale Umfeld ausserhalb des Privaten für Mütter wertvoll und wirkt ausgleichend.
4. Dem Kind ein gleichberechtigtes Familienmodell zeigen, in dem die Frau ökonomisch nicht einfach vom Mann (oder nach der Trennung auch vom Staat) abhängig ist. Die Selbständigkeit bedeutet auch, dass man im jeweiligen Business dranbleibt und keine mehrjährige Auszeit aufweist.
5. Dem Kind mehr und tiefere Kontakte mit anderen Gleichaltrigen, fähigen (möglichst ausgebildeten) Erziehungspersonen oder auch den Grosseltern bieten. Mehr (positive) Bezugspersonen fördert die Entwicklung.
Prioritäten von Vollzeitmüttern1. Das Kind rundum betreuen können.
2. Das Kind braucht für das volle Vertrauen in seine Umgebung eine Ansprechperson, stets dieselbe. Das leistet in der Praxis niemand so gut und konsequent wie ich.
3. Auf niemand Fremdes in der Betreuungsarbeit angewiesen sein. Völlig durchschau- und berechenbar reagiert in Drucksituationen kaum ein(e) Zuständige(r) in einem Hort resp. einer Krippe.
4. Keinen Stress vom Arbeitsleben ins Private mitnehmen, der das Kind belastet. Besonders heikel wird es bei stetiger Überlastung der Elternperson durch die schwierige Vereinbarung von Erziehungs- und Brotjob.
5.Geld sparen. Nur für wenige Familien lohnt sich eine Teilzeitarbeit der Frau von 60 oder 80%, wenn dafür der Mann etwas weniger als 100% arbeitet und die Betreuung ausser Haus zu einem hohen Anteil eigenfinanziert werden muss. Viele können sich das schlicht nicht leisten.

Autor: Reto Meisser