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17. März 2014

Die Welt der Uhren in Rekorden

Seit Jahrhunderten ist die Schweiz für ihre Uhren bekannt. Nur was haben die Ägypter, der Mond und Napoleon damit zu tun?

Big Bang von Hublot
Der teuerste Chronometer: Die Big Bang von Hublot kostet fünf Millionen Dollar. (Bild: Hublot)

Der teuerste Chronometer: Die Big Bang von Hublot kostet fünf Millionen Dollar. Der Zeitmesser ist mit über 1200 Diamanten besetzt. Allein die 100 Baguette-Diamanten besitzen stolze 100 Karat. Das Luxusteil wurde in 14 Monaten Handarbeit gefertigt. Jeden Tag waren bis zu 20 Mitarbeiter am Werk.

Tischuhr von Montres Breguets
1798 kaufte Napoleon drei Breguet-Uhren, darunter eine Tischuhr (Bild: Montres Breguet SA)

Die älteste Schweizer Uhrenmarke: 1735 wurde Blancpain gegründet, produzierte aber nicht ohne Unterbruch. Im Gegensatz zur 1775 gegründeten Breguet. 1798 kaufte Napoleon drei Breguet-Uhren, darunter eine Tischuhr (Bild). Weitere prominente Kunden: Winston Churchill und der deutsche Forscher Alexander von Humboldt. Heute befindet sich der Sitz der Manufaktur im Vallée de Joux.

Strontium-Gitteruhr
Die Rekord-Atomuhr geht erst nach fünf Milliarden Jahren um 1 Sekunde falsch. (Bild: Ye group and Baxley/JILA)

Die genaueste Uhr der Welt: US-Forscher haben die genaueste Uhr der Welt entwickelt. Die Rekord-Atomuhr geht erst nach fünf Milliarden Jahren um 1 Sekunde falsch. Sogenannte Strontium-Gitteruhren sind wichtig für die Navigation, die Erdvermessung und die elektronische Kommunikation.

Abbildung einer der ältesten Sonnenuhren der Welt
Im Tal der Könige in Ägypten haben Archäologen der Uni Basel vor Jahresfrist eine der ältesten Sonnenuhren der Welt entdeckt. (Bild: Universität Basel)

Die älteste Sonnenuhr: Im Tal der Könige in Ägypten haben Archäologen der Uni Basel vor Jahresfrist eine der ältesten Sonnenuhren der Welt entdeckt. Die flache Steintafel mit aufgezeichneten Stundenlinien lag im Schutt zwischen zwei Königsgräbern. An dieser Stelle standen vor gut 3000 Jahren vermutlich die Hütten der Arbeiter, welche die Gräber der Pharaonen erbauten.

Omega Speedmaster Werbung
Die Omega Speedmaster wird häufig als «Moon Watch» bezeichnet. (Bild: Omega)

Die erste Uhr auf dem Mond: Die Omega Speedmaster wird häufig als «Moon Watch» bezeichnet. Sie ist seit 1965 die offizielle Astronautenuhr der Nasa. 1969 war sie am Handgelenk von Edwin «Buzz» Aldrin und somit als erste Uhr auf dem Mond. Heute gehört die Marke zum Swatch-Konzern.

Die Calibre 89 der Genfer Uhrenfabrik Patek Philippe
Die Calibre 89 der Genfer Uhrenfabrik Patek Philippe besteht aus 1728 Einzelteilen. (Bild: Patek Philippe)

Die komplizierteste Uhr: Die Calibre 89 der Genfer Uhrenfabrik Patek Philippe vereint das ganze Know-how der Schweizer Uhrmacherkunst. Sie hat einen Durchmesser von 9 Zentimetern, ist 1,1 Kilogramm schwer und enthält Hunderte von Drehscheiben, Rädchen, Zahnrädchen, Stiften, Bolzen, Schrauben, Federn und Steinen – insgesamt 1728 Einzelteile.

Autor: Reto Wild