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13. Juli 2015

Die vielen Gesichter des Ian McKellen

Jetzt gerade spielt er Sherlock Holmes. Aber der 76-jährige britische Schauspieler hat in seinem Leben schon viele Rollen auf Bühne und Leinwand verkörpert. Wir zeigen ein paar Highlights.

Ian McKellen
Das reale Gesicht des 76-jährigen britischen Schauspielers (Quelle: KEYSTONE/CAMERA PRESS/Pip).


James Whale in «Gods and Monsters» (1998)

Quelle: YouTube / MOVIECLIPS Trailer Vault

McKellen spielt hier den schwulen britischen Filmregisseur James Whale, der für seine «Frankenstein»-Filme berühmt ist und seit Längerem zurückgezogen und gesundheitlich angeschlagen in den USA lebt. Als seine Haushälterin einen jungen, attraktiven Gärtner einstellt (Brendan Fraser) entwickelt sich zwischen den beiden zögerlich eine überraschend freundschaftliche Beziehung. Wohl einer von McKellens besten Filmen, er brachte ihm auch seine erste Oscar-Nomination ein.

Magneto in den «X-Men»-Filmen (2000–2014)

Quelle: YouTube / coolx88

Den Mutanten mit den Magnetkräften hat McKellen mittlerweile in vier Filmen verkörpert. Magneto und seine Brotherhood of Mutants sind die Gegenspieler der X-Men, die von Charles Xavier (Patrick Stewart) geleitet werden. Beide Gruppen bestehen aus Menschen mit diversen besonderen Kräften, sogenannten Mutanten. Doch während Xavier auf friedliche Koexistenz mit den Menschen setzt, sucht Magneto die Konfrontation. Vom letzten Film, «X-Men: Days of Future Past» (2014), kommt diese Woche ein Director's Cut auf DVD und Bluray raus, bei dem es auch zusätzliche Szenen mit Ian McKellens Magneto gibt, der so genannte Rogue Cut .

Gandalf in «The Lord of the Rings» und «The Hobbit» (2001–2014)

Quelle: YouTube / Lady Galadriel

Vermutlich die prominenteste Rolle, die McKellen je gespielt hat. Der Zauberer Gandalf spielt eine zentrale Rolle in J.R.R. Tolkiens Fantasybüchern ebenso wie in Peter Jacksons sechs Blockbuster-Verfilmungen. Als Anführer der Fellowship ist er massgeblich mitbeteiligt, dass der Ring des dunklen Herrschers Sauron am Ende zerstört wird und die Kräfte des Bösen wieder für eine Weile gebannt sind. Auch für diese Rolle erhielt McKellen eine Oscar-Nomination.

Sherlock Holmes in «Mr. Holmes» (2015)

Quelle: YouTube / Movieclips Trailers

McKellens neuster Film, der diese Woche im Kino anläuft. Er verkörpert darin den 93-jährigen, etwas gebrechlichen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der zurückgezogen mit einer Haushälterin, deren Sohn und ein paar Bienenstöcken auf dem Land lebt. Obwohl sein Geist nicht mehr so klar ist wie früher, versucht er dort seinen letzten Fall zu rekonstruieren, bei dem etwas schrecklich schiefgegangen ist. Mit Hilfe des aufgeweckten Sohns kommt er der Wahrheit Stück für Stück näher.

Freddie in «Vicious» (seit 2014)

Quelle: YouTube / rosapurpurea

Die schwulen Schauspieler Ian McKellen und Derek Jacobi spielen das alte Schwulenpaar Freddie und Stewart, die seit 50 Jahren zusammenleben und ... nun ... nicht immer sehr freundlich miteinander umgehen. Doch ihre Liebe kann das nicht erschüttern und ihren kleinen Freundeskreis erst recht nicht. Eine vergnügliche Sitcom und eine rare Gelegenheit, McKellens komödiantische Seite zu erleben. Die zweite Staffel ist eben auf ITV zu Ende gegangen.

Richard III. in «Richard III.» (1995)

Quelle: YouTube / Film&Clips

William Shakespeare hat einen entscheidenden Anteil an McKellens Karriere; dieser war jahrzehntelang mit der Royal Shakespeare Company auf den britischen Theaterbühnen unterwegs. In dieser modernisierten Verfilmung von «Richard III.» spielt er begleitet von einem enormen Staraufgebot die Hauptrolle, einen mörderischen, intriganten König in einem alternativen, faschistischen England. Ein herausragender Film, nicht nur für Shakespeare-Fans.

King Lear in «King Lear» (2008)

Quelle: YouTube | Kim Li

Noch einmal Shakespeare, diesmal etwas klassischer. McKellen spielte King Lear 2007 einen ganzen Sommer lang in Stratford-upon-Avon auf der Theaterbühne und ging danach noch auf Tournee damit. Das Stück wurde aufgezeichnet und später im Fernsehen gezeigt. «King Lear» gilt als eine der herausragendsten Tragödien Shakespeares, und McKellen feierte grosse Erfolge in der Rolle. Lear ist von Herrschsucht und Eitelkeit geblendet, weshalb er die Zuneigung seiner jüngsten Tochter verkennt und sie bei der Verteilung seines Erbes ungerecht behandelt – ein Fehler, der letztlich zu seinem Untergang führt.

Ian McKellen in «Sesame Street» (2014)

Quelle: YouTube / Sesame Street

Sir Ian und das Cookie-Monster erklären dem Publikum die Bedeutung des Worts «resist» (widerstehen). Etwas, das insbesondere dem Cookie-Monster nicht gerade leicht fällt ...

Autor: Ralf Kaminski