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29. Dezember 2014

Die Tipps zur Botswana-Reise – und ein Ausflug zu den Viktoriafällen

Der Chobe-Nationalpark im Nordosten Botswanas lässt sich gut mit den Viktoriafällen kombinieren.

Abendstimmung am Sambesi-Fluss
Der Sambesi in der Nähe der Sanctuary Lodge Sussi & Chuma.

Zimbabwe und Sambia teilen sich die Viktoriafälle. Wir haben uns für die Reise nach Sambia entschieden. Von der Sanctuary Chobe Chilwero Lodge beträgt die Fahrzeit via Kasane zur Grenze mit Sambia rund 20 Minuten. Gegen eine Gebühr von 50 Dollar erhält man das Sambia-Visum. Vorsicht: Die Grenze ist voll von fliegenden Händlern, die Souvenirs zu überhöhten Preisen verkaufen wollen. Die Weiterfahrt bis zur Sanctuary Sussi & Chuma beträgt knapp eine Stunde.

Die Lodge befindet sich am Rand des landesweit kleinsten Nationalparks Mosi-Oa-Tunya, an den Ufern des Sambesi-Flusses – noch 12 Kilometer von den Viktoriafällen entfernt. Sie nennt sich Sussi & Chuma wie die treuen Begleiter des englischen Afrikaforschers David Livingstone, der die Viktoriafälle am 16. November 1855 entdeckte und nach seiner Königin benannte. Die Lage, die Einrichtung der Zimmer sowie die Küche der Sanctuary Sussi & Chuma sind herausragend.

Sanctuary Sussi & Chuma
Die Sanctuary Lodge Sussi & Chuma befindet sich in der Nähe des Sambesi.

Sanctuary Retreats heisst übrigens ein Portfolio von Safari-Lodges und Expeditionsschiffen. Sie gehören zum Besten, was die Lodge- und Camp-Welt zu bieten hat. Das hat seinen Preis: Ein Sonderangebot, das vom 6. Januar bis zum 31. März 2015 gültig ist, kostet 450 Dollar pro Person und Nacht und ist im Chobe Chilwero, dem Stanley’s Camp im Okavangodelta sowie dem Sanctuary Sussi & Chuma gültig. Bedingung: sechs Nächte auf einer kombinierten Reise. 900 Dollar pro Übernachtung zu bezahlen, ist viel Geld. Nur: In diesem Preis sind sämtliche Safaris, Vollpension, Getränke (auch Weine) und ein Wäscheservice inklusive. Zusätzlich zu bezahlen sind Trinkgelder an die Safariguides (empfohlen werden 10 Dollar pro Person und Tag).

Nashorn im Nationalpark Mosi-Oa-Tunya
Das Nashorn im Nationalpark Mosi-Oa-Tunya wird streng bewacht.

Zurück zu Sambia: Die Fahrt von der Sanctuary Sussi & Chuma zu den 1700 Meter breiten Viktoriafällen dauert 20 Minuten. Hier stürzt sich der Sambesi bis zu 110 Meter in die Tiefe. Zwischen Februar und März sind es 500 Millionen Liter Wasser pro Minute, im November, nach dem Ende der Trockenzeit, noch 10 Millionen. Nur: Wer die Fälle im März auf einem Spaziergang bewundern will, wird garantiert nass, weil die Wassermassen für einen Sprühregen sorgen. Im April/Mai bleibt man trocken und sieht trotzdem noch enorme Wasserkraft. Rund um die Fälle organisieren lokale Veranstalter zahlreiche Aktivitäten wie Bungeejumping, Kajak, Rafting, Abseilen, Helikopter, Kanu und selbst einfache Spaziergänge. Es lohnt sich, einen Ausflug in den Nationalpark Mosi-Oa-Tunya zu unternehmen. Wer Glück hat, sieht dort sogar zwei Nashörner, die streng bewacht werden.

ALLGEMEINES zu BOTSWANA

Anreise: Am einfachsten mit Swiss Zürich–Johannesburg und von dort weiter nach Maun. Maun ist der Ausgangspunkt zur Weiterreise ins Okavangodelta.

Beste Reisezeit: Jede Saison hat ihre Vorteile. Im Okavangodelta ist von Oktober/November bis Ende März Regenzeit, wobei es im Januar/Februar am stärksten regnet. Dann sind allerdings auch die Preise für die Unterkünfte am tiefsten. Oktober bis Mitte November hat den Vorteil, dass es zwar häufig bewölkt ist, die Temperaturen dadurch aber weniger ansteigen. Für Tierbeobachtungen sind die Monate Mai, Juni und Juli sehr gut, weil dann das Delta mehr als reichlich mit Wasser gefüllt ist. Dann kann man die Camps teilweise nur mit Motorbooten erreichen.

Unterkünfte: Der Schreibende wählte ausschliesslich Unterkünfte von Sanctuary Retreats. Davon gibt es in Botswana vier verschiedene, in Sambia sogar fünf (weitere in Tansania, Uganda und Kenia). Die Philosophie des Unternehmens passt zur Migros: Sanctuary arbeitet mit lokalen Gemeinden und Organisationen zusammen und schützt gemeinsam die Umwelt. Zudem achtet Sanctuary darauf, möglichst viele lokale Angestellte zu beschäftigen. Für viele bloss ein Traum bleibt das Sanctuary Chief’s Camp, das bei Africantrails/Travelhouse ab 1084 Franken pro Person kostet. Der Grund für den hohen Preis: Man bezahlt auch für die Safaris in die exklusive Tierwelt mit den «Big Five».

Gut zu wissen: Schweizer benötigen für die Einreise nach Botswana ein Visum. Das erhalten sie kostenlos bei der Einreise. Tropenärzte empfehlen die Einnahme der Malariaprophylaxe. Vor Ort sagen Einheimische, dass das nicht zwingend notwendig sei. Letztlich ist die Einnahme ein persönlicher Entscheid. Heute sind Mittel wie Malarone gut verträglich. Botswana ist ein teures Reiseland. Man wird dafür mit einmaligen Tierbegegnungen entschädigt und muss diese nicht mit vielen anderen Touristen teilen.

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild