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13. August 2012

Die Schweiz fährt auf InterRail ab

Das All-Inclusive-Zugbillet InterRail wird heuer 40 Jahre alt und ist beliebt wie eh und je.

InterRail
Abenteuer fürs Leben: Mit 
InterRail quer durch die 
Länder reisen erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. (Bild: Imago-Stock)

Der Mythos InterRail lebt: in einem Monat möglichst viele Orte in möglichst vielen Ländern sehen, mit dem Zug aufs Geratewohl weiterreisen und viele Leute kennenlernen, liegt immer noch im Trend. Auch in der Schweiz: Von den 2011 insgesamt 236'000 verkauften Pässen wurden 15 Prozent hierzulande verkauft, Tendenz steigend. «InterRail bedeutet Abenteuerreise, Spontaneität und Entdeckungslust», sagt Monika Bandi (29), Leiterin der Forschungsstelle Tourismus an der Uni Bern.

Nachdem das günstige Reiseticket 1972 versuchsweise für Jugendliche unter 21 Jahren in 21 europäischen Ländern eingeführt worden war, erlangte das günstige Zugfahren bald Kultstatus. «Es gehörte dazu, nach Abschluss von Lehre, Mittelschule oder Gymnasium auf InterRail zu gehen.» Bis 1994 lag die Alterslimite bei 26 Jahren, und viele Junge sagten sich: Besser jetzt als nie.

Seither hat sich einiges geändert: nebst dem ursprünglichen Monatspass gibt es Pässe für einzelne Länder, kürzere Gültigkeitsdauer, die Option 1. Klasse. Und ganz wichtig: Die Altersbeschränkung wurde aufgehoben.

Das InterRail ist aber noch immer jung: 79 Prozent der Käufer sind unter 26-jährig. Und es ist nach wie vor Kult, mit wenig Geld möglichst weit zu kommen, viel zu erleben und Freundschaften fürs Leben zu schliessen. Egal ob jung oder alt, 1. oder 2. Klasse, lange oder nur zwei Wochen, InterRail ist und bleibt ein einzigartiges Erlebnis. Wer einmal auf InterRail war, erzählt auch 20 Jahre später noch gerne davon oder macht sich Jahre später erneut auf, mit dem Zug Europa zu erobern.

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Autor: Claudia Langenegger