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20. Juli 2015

Schweizer Roboter ist Fussballweltmeister

Ein Team der Kanti Chur vertritt die Schweiz am Robo-Cup, der Fussballroboter-WM, in China. In der Kategorie Superteam haben die Mittelschüler den Weltmeistertitel gewonnen.

Das Schweizer Team an der Roboter-WM in China
Das Team besichtigt den Bund in Shanghai: Sara Michel, Joel Seeliger, Sandra Nedic, Florian Schäfer, Michael Baumann und Andrea Cavelti (v.l.).

Die Schweiz ist Weltmeister (22. Juli)

Joel Seeliger, Sandra Nedic, Sara Michel und Andrea Cavelti (v.l.).

In der Kategorie Superteam gewinnt die Schweiz zusammen mit China, Deutschland und Kroatien den Weltmeistertitel – drei Siege und ein Unentschieden genügen, damit Helveticroboter die begehrte Trophäe mit nach Chur nehmen kann.

«Unser Roboter fungierte machte als Verteidiger eine gute Figur. Er rammte gegnerische Stürmer und nahm ihnen den Ball weg.» Weil im Spiel die Blechmänner aus Kroatien und Deutschland ausfielen, musste das Team in Unterzahl agieren. «Trotzdem konnte sich unser Roboter alleine bis zum Goal durchdribbeln und ein Tor schiessen!»

Die Mittelschüler sind schon wieder zurück in der Schweiz und sind um 13.30 in Zürich gelandet. Sie werden gegen 17 Uhr in Chur zurückerwartet.

Treffen mit ETH-Studis (21. Juli)

Sportlich gibts keine Erfolge zu vermelden. Die Spiele gegen Japan und Brasilien gehen verloren. Im Superteam (siehe 20. Juli) trumpfte der Churer Roboter gross auf und konnte sich durch gute Dribblings und Torvorlagen auszeichnen.

«Nach den beiden Siegen in der Kategorie Superteam bekamen wir die Möglichkeit beim Schweizer ETH-Team, das in der Kategorie «Major League» antritt, interessante Einblicke im humanoiden Fussball zu bekommen. Wir konnten unseren Roboter gegen einen <erwachsenen> Humanoidroboter spielen lassen.»

Forfait-Sieg: Slovakische Roboter kaputt (20. Juli)

Verletzte Spieler gibt es auch im Roboter-Fussball. «Da die Roboter der Slovakei kaputt waren, konnte das Team nicht antreten und die Punkte gingen automatisch an Helveticrobot».

Das Schweizer Team tüfelt im Vorfeld des zweiten Spiels an einer neuen Strategie. Die Idee: Die Roboter fahren rückwärts mit dem Ball zum gegnerischen Tor.

«Aber dabei sind leider einige Fehler entstanden, die die nicht mehr rechtzeitig gelöst werden konnten. Deshalb ging das Match gegen Kanada leider verloren».

Die Kanti Chur tritt ausserdem in der Kategorie «Superteam» an, in der vier Mannschaften zu einer zusammengewürfelt werden. Zusammen mit China, Deutschland und Kroatien bildet Helveticrobot eine «interessante Durchmischung».

Ein Sieg und eine Niederlage für Helveticrobot (19. Juli)

Mechanikerin Sandra Nedic repariert einen Roboter vor dem zweiten Match.

Nach einer langen, arbeitsintensiven Nacht darf die Kanti Chur endlich in den Wettbewerb starten. Zwei Spiele stehen auf dem Programm!

Das Team Helveticrobot verliert das erste Spiel gegen die Koreaner mit 17:2. Im zweiten Duell gegen Australien läufts besser! Die Roboter des Schweizer Teams gewinnen mit 11:1 gegen die Blechmänner von Down Under.

«Der erste Wettbewerbstag war für uns sehr lehrreich. Wir konnten neue Eindrücke und Erkenntnisse im Roboterbau gewinnen und uns mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern austauschen. Dadurch konnten wir sehr viel über ihre Kultur lernen. Spannend.»

Europäer sind in China gefragte Menschen. «Das war schon in Shanghai so: Mit unserem westlichen Aussehen sprechen uns viele Chinesen an und möchten sich mit uns fotografieren. Dies erfordert viele Handzeichen, da keiner die Sprache des anderen versteht.»

Die ersten Tage in China (18. Juli)

«Mitte Juli sind wir in der beeindruckenden Metropole Shanghai gelandet. Über 23 Millionen Menschen wohnen in dieser Stadt – eigentlich unvorstellbar.»

Die sechs jungen Schweizerinnen und Schweizer von der Kanti Chur nutzten die ersten Tage in Fernost für Sightseeing. «Wir besichtigten alte Gärten und imposante Wolkenkratzern von über 400 m Höhe.»

Aber es ist nicht einfach, sich in der rasant entwickelnden Stadt zurechtzufinden. Um sich in diesem Grossstadtdschungel zu orientieren wäre es von Vorteil, ein paar Brocken Chinesisch zu sprechen. «Aber nachdem wir uns am riesigen Bahnhof von Schalter zu Schalter durchfragten, konnten wir schliesslich unsere Tickets nach Hefei ergattern. Das ist eine Universitätsstadt in der Provinz Anhui, und auch dort wohnen fast fünf Millionen Menschen.»

Die Mittelschüler hatten nur ein paar Tage Zeit, sich zu akklimatisieren. Aber am Wochenende gings endlich los! «Am Samstag nutzten wir die Möglichkeit, uns einzurichten, unsere Roboter zu testen und sie zu verbessern.»

Autor: Reto Vogt