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30. November 2015

Die Schulpreis-Finalisten und ihre Stärken

Neben der neuen Auszeichnung für frühkindliche Bildung (rechts: «Kinder sollen entscheiden») vergibt die Jury am 2. Dezember in der Hauptkategorie den Schweizer Schulpreis an sechs Schulen. Die Gewinner und alle Nominierten im Kurzporträt.

Schweizer Schulpreis 2015: Grundacher-Schule auf einer Wanderung
Gemeinsame Herbstwanderung trotz Individualisierung: Die Grundacher-Schule in Sarnen OW. (Bild zVg)

Das Forum Bildung vergibt nach 2013 zum zweiten Mal den Schweizer Schulpreis (zur Premiere im Migros-Magazin: «Wenn Schulen Schule machen» ). Am 2. Dezember 2015 wurden die Gewinner verkündet. Neu unterstützen den Schulpreis bei der zweiten Vergabe des vom Deutschen Schulpreis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehoff Stiftung inspirierten Preises auch der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) und die Schwesterorganisation der Romandie (SER) sowie die Vereinigungen der Schulleiter.
Mit der Auszeichnung sollen «überdurchschnittliches Engagement» sowie «herausragende Prozesse und Resultate im Umgang mit schulischen beziehungsweise pädagogischen Herausforderungen» honoriert werden. Die Preissumme beträgt insgesamt 120'000 Franken.
www.schweizerschulpreis.ch SECHS GEWINNER, ZWÖLF KANDIDATEN

Die GROSS GESCHRIEBENEN INSTITUTIONEN erhalten den Schulpreis 2015 zugesprochen:

Cycle d'Orientation du Val d'Hérens (1982 Euseigne): Es ist eine bestens in ihre Gebirgsumgebung eingebettete Schule, die aber in jeder Beziehung auf eine Welt im Umbruch vorbereitet.
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ESPACE ENTREPRISE (1202 Genf): Die Lehrkräfte dieser Institution finden verschiedene Antworten auf komplexe Aufgabenstellungen, vor allem beim Übergang der Auszubildenden in die Berufswelt. Die Praxisnähe entsteht durch konstant direkte Kontakte zu den Firmen. Die Schule passt sich in hohem Tempo an neue Anforderungen an und erhöht so die Chancen der Schülerschaft auf dem Arbeitsmarkt. Zur Website

GrundacherSchule (6060 Sarnen): Der kompetenzorientierte Unterricht zielt auf den höchstmöglichen Grad an Individualisierung.
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Institut Beatenberg (3803 Beatenberg): Das sorgfältig durchdachte pädagogische Konzept fusst auf einer offenen wie gleichzeitig wirkungsorientierten Ausrichtung.
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KAUFMÄNNISCHES BILDUNGSZENTRUM ZUG (6300 Zug): Die zukunftsträchtige Ausrichtung des Bildungszentrums geht davon aus, dass die Digitalisierung in Bälde Arbeitswelt und sämtliche Lebensbereiche neu gestalten wird. Neben grosser Breite an beruflichen Ausbildungsgängen für Kaufleute und künftig im Detailhandel Tätige zeichnet sich die Schule durch ein Netzwerk in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaften abstützen und hat z.B. I-Teams für den Umgang mit digitalen Medien eingeführt.
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SEKUNDARSCHULE PETERMOOS (8107 Buchs): Diese Sekundarschule ist Vorreiterin in der Umsetzung sogenannter Lernlandschaften. Seit dem Startschuss 2009 wurde das Konzept stetig weiterentwickelt, es beruht neben viel individuellem Lernen auf hoher Eigenverantwortung. Lerngruppen werden konsequent heterogen zusammengesetzt und die Lehrpersonen funktionieren vorab in einer Coachingrolle.
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Sekundarschule Schüpfheim (6170 Schüpfheim): Die innovative Schule im Entlebuch hat den Umbau vom kooperativen Modell zur integrierten Sekundarschule (ISS) auf selbständige Weise realisiert.
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SCHULE FLUHMÜHLE (6015 Luzern): Ein Integrationskonzept mit mehreren Perspektiven unterstützt vorab Schülerinnen und Schüler aus schwierigem sozialen Milieu. Vor allem dank dem Ansatz, statt zuerst auf Defizite auf die Stärken der Kinder zu setzen. Speziell gepflegt wird eine positive Feedbackkultur.
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SCHULE SCHÜLERCLUB NORDSTRASSE (8037 Zürich): Die integrative Förderung steht auch im Fokus dieser Zürcher Institution, die in der gemeinsamen Gestaltung des Lebensraums Schule eine langjährige Tradition aufweist. Auch hier steht ein integratives Lernumfeld im Zentrum. Zur Leistungsorientierung gesellt sich die Förderung der sozialen Kompetenz. Anlässe und Rituale stärken den Zusammenhalt, für Konflikte oder mehrere Schüler(innen) betreffende Anliegen bestehen Klassen und Schüler(Innen)-Räte.
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SCUOLA ELEMENTARE BILINGUE MALOJA (7603 Vicosoprano): Die kleine, konsequent zweisprachige Schule im höchst gelegenen Bergeller Dorf (am Ende des Engadiner Hochplateaus) antwortet mit kreativen und anpassungsfähigen Lösungen auf eine sprachlich und kulturell heterogene Schülerschaft. Den Zusammenhalt fördert das familiäre Schulleben, besonders fallen ansonsten die altersdurchmischten Klassenstrukturen auf.
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Scuola Media Stabio (6855 Stabio): Das Südtessiner Schulinstitut zeichnet sich durch die stetige Suche nach Verbesserung der Lernbedingungen ihrer Schüler(innen) aus.
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Talent Schule.Surselva (7130 Ilanz/Glion): Die Schule vollzieht gekonnt den Spagat zwischen individuellen sportlichen und künstlerischen Anforderungen der Schüler(innen) und den allgemeinen Ansprüchen an eine öffentliche Sekundarschule.
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Autor: Reto Meisser