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14. November 2016

Die schönsten Eisenbahn-Ferien

Der Hotelzug in Südspanien («Al Andalus: Im Palast auf Schienen») bietet eine Möglichkeit, als anspruchsvoller Bahnfan auf Entdeckungsreise zu gehen. Hier die Top-Ten-Tipps von Reiseexperte Reto Wild und der Redaktion mit ebenso bekannten Strecken aus aller Welt.

Die Transsibirische unterwegs
Die Transsibirische unterwegs am Baikalsee. (Alle Bilder zVg)

IM LUXUSMit Rovos Rail durch Südafrika
In einem der bekanntesten Luxuszüge der Welt fährt man vorbei in etlichen Streckenvarianten vorbei an Höhepunkten wie dem Kap der Guten Hoffnung, der Südostküste, unberührter Natur mit Safariparks und durch Swaziland. Ab etwas über 1000 Franken pro Person.
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Hinter Südafrikas Rovos-Hotelzug wagen Wildtiere die Querung des Bahntrassees.
Hinter Südafrikas Rovos-Hotelzug wagen Wildtiere die Querung des Bahntrassees. (Bild zVg)

Hinter Südafrikas Rovos-Hotelzug wagen Wildtiere die Querung des Bahntrassees.

Mit der Transsibirischen Eisenbahn
Wer gegen drei Wochen in gediegene Bahnferien vom europäischen Russland durch den nördlichen Teil Asiens investiert, ist mit den Angeboten auf der traditionellen Transsibirischen Route (( https://de.wikipedia.org/wiki/Transsibirische_Eisenbahn )) bestens bedient. Mehr landschaftliche Abwechslung als zwischen der Metropole Moskau, dem Ural-Übergang, der mongolischen Steppe mit dem Baikalsee bis zum Meer nach Wladiwostok gibt es auf keiner Zugstrecke.
Zur Railtour-Angebotsseite Im Eastern & Oriental Express durch Südostasien
In Sachen Reisestandard und Betreuung gehört der Aufenthalt im «Eastern & Oriental Express» zu den Top 3 weltweit. Dennoch erfährt man von Kwai und Bangkok über Kuala Lumpur nach Singapur dank Überbleibseln aus vergangenen Zeiten wie dem offenen Panoramadeck auch eine Spur ungefilterten Reisespasses. Ab drei oder vier Tagen für etwas über 3000 Franken (pro Person) bei Railtour.
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Das indische Palace auf Rädern
Der Luxuszug «Palace on Wheels» bietet eines der schönsten und geruhsamsten Bahnerlebnisse und einen wunderschönen Querschnitt durch die Landschaften Indiens. Achttägige Reisen ab knapp 4400 Franken.
Infos bei Lotus Travel

Entspannung in Blau im Palace-on-Wheels-Zug.
Entspannung in Blau im «Palace on Wheels»-Zug. (Bild zVg)

Entspannung in Blau im «Palace on Wheels»-Zug.

ALS ABENTEUERIn Erinnerung an den Orient-Express
Schon Ende des 19. Jahrhunderts fuhr ein Luxuszug der Compagnie Internationale des Wagon-Lits in gut drei Tagen von Paris nach Istanbul. Heute sind Verbindungen von Zürich nach Istanbul bestenfalls einen, manchmal auch nur gut einen halben Tag schneller. Unterkunft und Verpflegung in Nachtzügen über Wien nach Belgrad genügen gewissen Ansprüchen, bis Bukarest wird es billiger und terminlich unverbindlicher. Entdecker ziehen die landschaftlich-kulturell unverändert spannende Fahrt bis Istanbul durch – mit Verspätungen, chaotischen Zollkontrollen oder technischen Defekten.
Das Railtour-Angebot: Nur zu bestimmten Terminen reist man mit längeren Stadtaufenthalten (Venedig, Budapest, Bukarest oder Istanbul) in fünf oder sechs Tagen für ab 955 Franken. Pünktlicher und in gehobenem Ambiente.
Die «Sieben Sterne von Kyushu»
Zu Recht gilt Japan weiterhin als das Land der hochmodernen Hochgeschwindigkeitszüge. Neu entwickeln sich aber seit drei bis vier Jahren Gegentendenzen im Bereich Erlebnisreisen, und die setzen auf ein weit langsameres Tempo. Vorzeigeprojekt ist das Angebot der «Seven Stars of Kyushu», wo gerade mal acht Suiten mit maximal gegen 30 Gästen durch die Seenlandschaft von Kyushu gondeln und es auch ermöglichen, auszusteigen und kleine, uralte Dörfer zu besuchen. Zwei-Tage- und Vier-Tage-Fahrten.
Infos zum Angebot (englisch, Preisangaben unter «Journeys»)

Ausblick aus einer der acht Suiten im «Seven Stars of Kyushu»
Der Ausblick aus einer der acht Suiten im «Seven Stars of Kyushu». (Bild zVg)

Der Ausblick aus einer der acht Suiten im «Seven Stars of Kyushu».

AUF HANDELSROUTENAuf der Seidenstrasse
Als beste Alternative zu Asien, die in weniger als drei Wochen machbar ist, gilt der «Orient Silk Road Express». Er folgt durch Teile Kasachstans, Usbekistans und Turkmenistans oder in der Maximalvariante von Almaty nach Aschgabat einem spektakulären Teil der alten Seidenstrasse-Handelsroute aus Marco Polos Zeiten.
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Im «Ghan»-Zug durch Australien
Klassischerweise führt die Reise von Adelaide nach Durban, mit spektakulären Wechseln von sanften grünen Hügeln über das raue Outback und das «Rote Zentrum» bis in die üppigen Tropen – oder eben in umgekehrter Richtung.
Infos von Australia.com

Traumkulisse mit dem australischen Hotelzug Ghan
Traumkulisse mit dem australischen Hotelzug Ghan. (Bild zVg)

Traumkulisse mit dem australischen Hotelzug Ghan.


INS GEBIRGEIn der kanadischen Kälte
Der «Rocky Mountaineer» führt in verschiedenen Varianten durch die Rockies, klassisch die Golden-Circle-Reise ab 5000 Franken für 11 Tage. Hohe Berggipfel sowie imposante Seen und Siedlungen, in denen die Zeit stehen zu bleiben scheint, gehören zu den Reizen Westkanadas.
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Hohe Berggipfel, imposante Seen und Wälter: Im «Rocky Mountaineer» durch Kanadas Westen
Hohe Berggipfel, imposante Seen und Wälter: Im «Rocky Mountaineer» durch Kanadas Westen. (Bild zVg)

Hohe Berggipfel, imposante Seen und Wälter: Im «Rocky Mountaineer» durch Kanadas Westen.

Durch die Anden
Die Bahnroute vom argentinischen Tucuman ins Hochland und über Bolivien (nur Uyuni–La Paz absolviert man im Flugzeug) nach Peru (Cusco) stellt für Fans spektakulärer und abwechslungsreicher Bahnreisen ein Must dar. Bergzüge in sieben Farben, das unendliche Salzmeer und historische Städte stehen auf dem Programm, vor dem eigentlichen Start kann zudem Buenos Aires und zum Schluss Lima besucht werden. Ab 7845 Franken für 23 Tage bei Railtour.
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Autor: Reto Meisser