Archiv
18. November 2013

Die schönsten Badeferieninseln in Thailand

Diesen Sommer sorgte Koh Samet für negative Schlagzeilen: Im Golf von Thailand, drei Fahrstunden südlich von Bangkok, flossen durch ein Leck in einer Pipeline 50’000 Liter Öl ins Meer.

Der schönste, längste und betriebsamste Strand in Thailand heisst Sai Kaew.
Der schönste, längste und betriebsamste Strand auf Koh Samed heisst Sai Kaew.

Gut drei Monate nach dieser Katastrophe präsentiert sich die nur sechs Kilometer lange und hügelige Insel wieder mit unversehrten Sandstränden – weiss wie Puderzucker. Der schönste, längste und zugleich betriebsamste Strand heisst Sai Kaew. Er ist 800 Meter lang, hat zahlreiche Bars und Restaurants sowie Wassersport- und Ausflugsmöglichkeiten. Bestes Hotel: Sai Kaew Beach Resort (Tipp: Premier-Seaside-Zimmer buchen). Bestes Restaurant mit fangfrischem Fisch: Ploy Thalay. Beste Bar mit viel zu bequemen Sitzsäcken: Finale. Beste (seriöse) Thai-Massage: Mer Elephant Spa im Dorf von Samet (Nähe Sai Kaew Beach, 35/19 Moo 4). Hier kostet eine Massage mit rund 500 Baht weniger als in den Hotels, aber mehr als direkt am Strand. Dafür ist alles im wahrsten Sinn des Wortes sauber!

Wer sich gerne abseits des Trubels erholt, sollte sich an das Paradee Resort im äussersten Süden der Insel halten. Es ist zugleich das beste Hotel von Koh Samet. Tipp für Taucher und Schnorchler: die Eilande rund um Samet auf einer Bootsexkursion entdecken. Alternative: der kleine Nationalpark im Inselinnern. Gut zu wissen: Die Überfahrt von Ban Phe in der Provinz Rayong mit dem Schnellboot dauert 15 Minuten. Einige Restaurants ausserhalb der Hotels akzeptieren keine Kreditkarten oder nur gegen einen Zuschlag von 5 Prozent. Mein Tipp: Bargeld (Baht) mitnehmen – und einen Mückenspray.

Weitere thailändische Inseln abseits von Phuket.

Der Strand von KoLipe
Der Strand von KoLipe.

• Koh Lipe: Die Anreise könnte einfacher sein: Nach einem Inlandflug von Bangkok nach Hat Yai im äussersten Süden Thailands führt die Fahrt mit dem Auto rund zwei Stunden über Land bis zum kleinen Hafen von Pak Bara. Von hier legen Schnellboote los, die nach rund einer Stunde Koh Lipe erreichen – weit draussen in der Andamanensee, aber mitten im Meernationalpark Tarutao. Die kleine, grüne Insel ist umgeben von puderweissen Sandstränden und klarem Wasser, das sich zum Tauchen und Schnorcheln eignet. Lipe erinnert an eine Robinson-Insel. Allerdings haben sie immer mehr Reisende entdeckt; Lipe kämpft mit der Verschmutzung. Immerhin gibt es auf dem Eiland weder Strassen, Autos noch grosse Hotelkomplexe, dafür kleine Buchten mit Korallenriffen und mehreren Nachbarinseln wie Adang und Rawi mit urwaldähnlicher Vegetation und Wasserfällen. Tagsüber macht sich einzig mal der Motor eines Ausflugsboots oder das Hämmern der einheimischen Seezigeuner bemerkbar, die mit dem Bootsbau und der Fischerei beschäftigt sind. Nach dem Eindunkeln lockt das einfache, aber wohnliche Bundhaya Resort zu einem Barbecue mit frischem Fisch und Meeresfrüchten und Thai-Curry. Das beste Haus auf Lipe heisst Idyllic Concept Resort.

Der Strand der Insel Ngai
Der Strand der Insel Ngai.

• Die Insel Ngai gehört zu einer Gruppe von über 50 Eilanden, die sich einer Perlenkette gleich von Koh Lanta Richtung Süden ziehen. Hier tut sich eine Welt auf aus Korallensand, Kokospalmen, bizarren Felsformationen, kristallklarem Wasser und fast schon kitschig-schönen Sonnenuntergängen. Koh Ngai ist gerade mal gut fünf Quadratkilometer klein. Insgesamt gibt es rund ein Dutzend kleine Hotelanlagen, wobei das Thanya Resort mit 35 Bungalows (Zimmer ab 33 Franken pro Person/Nacht!) das beste ist.

• Zu den schönsten Inseln Thailands gehören auch Ngais Nachbarin Koh Mook (20 Bootsminuten von Ngai entfernt. Dort unbedingt die Höhle mit der faszinierenden Unterwasserwelt entdecken! Das Sivalai Beach Resort ist traumhaft gelegen), Koh Yao zwischen Phuket und Krabi sowie Koh Kood nahe der kambodschanischen Grenze im Osten von Thailand (das Cham’s House ist ein echter Geheimtipp, Anreise mit Flugzeug bis Trat).

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild