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04. Juli 2016

Die richtige Schlafdauer und Schlafenszeit

Wann sollte ein Kind im Bett sein? Und wie viel Schlaf braucht es? Das fragen sich viele Eltern. Die Antwort ist: Es gibt keine fixe Regel, und auch das Alter spielt eine untergeordnete Rolle. Setzen Sie regelmässige Schlafenszeiten durch, und wie schaffen Sie es?

Erholsamer Schlaf
Erholsamer Schlaf: Schon bei Kindern sind die Bedürfnisse sehr verschieden. (Bild: Getty Images)

Seit dem Wochenende sind Lina (9) und Mara (11) unausstehlich und müden herum. Sie durften am Geburtstagsfest von Onkel Ueli viel zu lange aufbleiben. Ihr Papi findet, sie gehen sowieso immer zu spät zu Bett.

Wann aber sollen Kinder eigentlich ins Bett gehen? «Es gibt keine festen Regeln, wann ein Kind in welchem Alter zu Bett gehen soll», sagt Jacomine Lindblom (47), Psychologin und Erziehungsberaterin bei www.erziehungs-beratung.ch. «Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis.» Acht Stunden sind es mindestens, es können aber auch zwölf sein.
Es gibt dabei nur eine Faustregel: «Braucht ein Kind als Baby viel Schlaf, bleibt diese Tendenz oft auch später bestehen», weiss Jacomine Lindblom.

Abendruhe für alle
Wann der richtige Zeitpunkt ist, um den Nachwuchs ins Bett zu schicken, hängt auch vom Bedürfnis der Eltern ab. Sind Kinder am Abend nicht müde, können sie im Bett noch lesen oder eine Geschichte hören – so haben die Eltern auch ihre wohlverdiente Abendruhe.
Die weit verbreitete Idee «Je älter, desto weniger Schlaf» ist nicht in jedem Fall richtig. «Es muss nicht sein, dass ein achtjähriges Kind länger schläft als ein zehnjähriges. Und mit der Pubertät brauchen die Jugendlichen oft wieder viel mehr Schlaf.» Ein Kind als Strafe früh ins Bett zu schicken, sei als Erziehungsinstrument problematisch: «Erwacht es dann um fünf Uhr morgens, ist es fraglich, wem dies etwas nützt.»

Längeres Aufbleiben vertragen Kinder unterschiedlich gut. Kann ein Kind sich ausschlafen, holt es sich so seine notwendigen Stunden Erholung. Ein gestörter Schlafrhythmus hat sich oft nach zwei, drei Tagen wieder eingependelt. Aber, sagt Jacomine Lindblom: «Manche Eltern leiden etliche Tage unter der Laune des Kindes, wenn es zu wenig Schlaf bekommen hat.»

SETZEN SIE REGELMÄSSIGE SCHLAFENSZEITEN DURCH?
Und welche Methoden helfen Ihnen dabei, wenn das Kind doch (noch) nicht ins Bett will?

Autor: Claudia Langenegger