Archiv
01. September 2015

Die Holdere sind reif!

Weil die Gfrüri schon wieder voll ist, musste Frau Bohnebluscht gestern Abend notgedrungen einmal mehr Konfi einkochen.

Noch scheint die Sonne, drum ab in die Beeri.
Noch scheint die Sonne, drum ab in die Beeri.
Lesezeit 1 Minute

Gestern bin ich etwas unter Zugzwang gekommen: Die Holdere sind reif, fast überreif, und in den nächsten Tagen solls regnen. Drum hab ich nach der Arbeit zur Leiter gegriffen und geerntet, was der Busch hergab. Dummerweise ist die Gfrüri schon wieder voll (ich sage nur: Buschbohnen!), weshalb ich die Beeri gleichenabends noch einkochen musste.
Zum Glück hab ich da ein tolles Ratzfatz-Rezept für Holunder-Apfel-Gelee, so dass ich doch noch innert nützlicher Zeit ins Bett gekommen bin, und das geht so:
Die Holunderbeeri grob mit einer Gabel von den Stielen befreien. Anschliessend knapp mit Wasser bedecken und weichkochen (ca. 15 Minuten). Mit dem Kartoffelstampfer gleich im Topf verstampfen und anschliessend durch ein Sieb streichen, sodass möglichst viel Saft gewonnen werden kann.
Den Holderesaft (bei mir waren es 1,4 Liter) mit 400 ml klarem Apfelsaft, vier, fünf grosszügigen Spritzern Zitronensaft (ich nehm den aus den gelben Plastikzitronen, die es bei der Migros gibt) und 2 Kilo Gelierzucker (1:1) unter Rühren vier Minuten sprudelnd kochen. Anschliessend (fakultativ) 10 EL Calvados darunterrühren. In heisse Gläser abfüllen und verschliessen.
PS: Das Gelee schmeckt übrigens auch sehr fein zu Vanilleglacé. Und sieht dazu noch toll aus, so knallknallrot!