Archiv
23. Juni 2014

Die Geisseln der Gärtner

Hobbygärtnerin Almut Berger verrät ihre Tipps gegen Ungeziefer.

Ein Blick über den Gartenzaun
Ein Blick über den Gartenzaun (Bild: Fotolia/iStock Photo).

Wo es grünt und blüht, da sind sie nicht fern, die Mitfresser. Ein kurzer Regensprutz bloss, et voilà: die Nacktschnecken! Glücklich der, der jetzt einen Schneckenzaun sein Eigen nennt. (Günstigere) Alternativen sind Schneckenkragen vom Gartencenter oder halbierte Pet-Flaschen, die um die einzelnen Setzlinge positioniert werden. Barrieren aus Sägemehl, Tannennadeln oder Eierschalen sind meist mit dem nächsten Regen dahin.

Tierisch gute Schneckenvertilger sind Blindschleiche, Kröte und Igel. Als Dankeschön greift man bitte, wenn überhaupt, zu Schneckenkörnern, die ihnen nicht auf den Magen schlagen! Rosen, Zwiebelblumen und Rüebli, die sich mühelos aus dem Boden ziehen lassen? Da waren wohl Wühlmäuse am Werk. Diese haben die Unart, Wurzeln von unten her ratzfatz abzufressen. Wer nicht zu Fallen oder Gift greifen will, pflanzt Knoblauch oder Narzissen.

Angeblich sollen auch in die Gänge platzierte Menschenhaare und Fischabfälle abschreckend wirken. Andere schwören auf halb eingegrabene Flaschen, durch die der Wind pfeift. Mehr lästig als schädlich sind Ameisen, die durch ihre Bautätigkeiten Wegplatten lockern. Auf die Ameisenstrasse gestreuter Lavendel oder Thymian dient zur Umleitung. Und nicht ganz sauber ausgeleckte Konfigläser zur Umsiedlung. Etwas problematischer sind da die Blattläuse, die sich die Ameisen als Haustiere halten, um so Zugang zu deren süssen Honigausscheidungen zu haben.

Blattläuse saugen an Blättern und (teils) Wurzeln der Pflanzen. Kleinere Trupps lassen sich mit den Fingern abstreifen, bei starkem Befall ist Schmierseifenbrühe ein opportunes Gegenmittel. Kleinste Löcher in den Blättern? Tönt nach Erdflöhen. Die Flöhe, die eigentlich Käfer sind, können sehr weit springen, am liebsten vom Kohl über die Radiesli zum Rettich. Die Hüpferei vergällt man ihnen, indem man fleissig hackt, giesst und mulcht; Feuchtigkeit ist ihnen nämlich ein Graus. Gefährdete Kulturen können prophylaktisch mit Steinmehl eingestäubt werden.

Autor: Almut Berger