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25. November 2013

Die besten Adressen auf Kuba

Kuba ist immer eine Reise wert.
Kuba ist immer eine Reise wert.

Kubas Regierung will stärker auf den Tourismus setzen — mit neuen Hotels im Badeort Varadero, in der Hauptstadt Havanna und in der Kolonialstadt Trinidad, der schönsten Stadt auf der Insel.  Neu fliegt Edelweiss ab Mai 2014 jeden Donnerstag nonstop ab Zürich nach Havanna.

Mein Hoteltipp: das «Saratoga» am zentral gelegenen Paseo del Prado. Havannas Altstadt (Unesco) mit der Plaza de la Catedral, de Armas oder San Francisco anschauen.

Essen: Paladar La Guarida (bekannt aus dem Film «Fresa y chocolate») oder Decamerón im Stadtteil Vedado. «Paladar» heissen privat geführte Restaurants.

Rundreise:  Wer etwas Spanisch spricht, kann Kuba mit dem Mietauto bereisen. Der Strassenbelag ist teils schlecht, ebenso die Signalisation. Dafür hat es über Land wenig Verkehr. Für zwei Wochen mit Badeferien in Baracoa oder Guardalavaca (der Osten ist Varadero vorzuziehen) empfiehlt sich folgende Route: Havanna—Trinidad—Camagüey—Santiago de Cuba.

 Gut zu wissen: Die beste Homepage für individuelles Reisen auf Kuba: www.cuba-individual.com. Die besten «Casa Particulares» (von Privaten betriebene, preiswerte Pensionen mit Charme).

In Havanna (Stadtteil Vedado) in einer alten Villa wohnen bei der Grossmutter. Zoila ist eine sehr herzliche Gastgeberin und bereitet ein wunderbares Frühstück zu. Die Bananen wachsen übrigens hinter dem Haus …

Wohnen auf dem Land bei Tito in Viñales. Da kann es gut sein, dass nach dem feinen, reichhaltigen und frischen Essen abends Tito die Gitarre aus dem Schrank holt und den Gästen Bauernlieder vorsingt.

Wohnen bei einer Ärztefamilie mitten in Santiago de Cuba . Vorzügliches Essen, schöne Terrasse, nette Gastgeber.

Eine perfekte Adresse in Baracoa : Wohnen beim Initianten des lokalen Fernsehsenders Primada Vision. Wenn jemand Baracoa und Umgebung kennt, dann Adrian. Beste Tipps inklusive. Man wird auch kulinarisch verwöhnt, die Mutter von Adrian ist eine perfekte Köchin lokaler Gerichte wie Fisch an Kokosnusssauce.

Camagüey feiert im 2014 die Stadtgründung vor 500 Jahren. Die Kolonialstadt sollte auf einer Kubarundreise nicht fehlen. Jorge und Mercy sind sehr herzliche Gastgeber – man fühlt sich wie in der eigenen Familie. Jorge spricht auch ein paar Brocken Deutsch, war er doch mal ein paar Monate in Ostdeutschland am Arbeiten.

Diese Casa Particular macht die Reise nach Matanzas wert. Hier ist man Gast, geniesst feine Drinks im Salon oder auf der Terrasse, hört im Hintergrund kubanische Musik und lässt sich kulinarisch verwöhnen. Geeignet als Abstecher ab Varadero oder auch spannend – in Kombination mit einer Zugfahrt von Havanna nach Matanzas mit dem Hershey-Zug (fährt 3 Mal pro Tag und ist ein Abenteuer).

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild