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29. Oktober 2012

Der beste Hauptdarsteller

War es Sean Connery, weil er der Erste war? Timothy Dalton, weil er Ian Flemings Romanfigur so authentisch verkörperte? Oder etwa Daniel Craig, weil er blond ist? Die sechs bisherigen James-Bond-Darsteller im Überblick.

Sean Connery

Sean Connery im 1971 erschienenen «Diamonds are Forever» (Bild: Keystone)
Sean Connery im 1971 erschienenen «Diamonds are Forever» (Bild: Keystone)

Der Schotte war der erste James Bond überhaupt: Angeblich erhielt er seine Rolle aufgrund seines «athletischen Erscheinungsbildes sowie seines selbstsicheren Auftretens». Trotzdem soll der Schöpfer von 007, der britische Schriftsteller Ian Fleming, Connery zunächst für die falsche Wahl gehalten haben. Denn der Schauspieler wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und musste dementsprechend für seine Rolle als kultivierter Geheimagent vorbereitet werden. Sean Connery war in sechs James-Bond-Filmen zu sehen: «Dr. No» («James Bond jagt Dr. No»), «From Russia With Love» («Liebesgrüsse aus Moskau»), «Goldfinger», «Thunderball» («Feuerball»), «You Only Live Twice» («Man lebt nur zweimal») und «Never Say Never Again» («Sag niemals nie»).

George Lazenby

007 für einen Film: der Australier George Lazenby in «On Her Majesty's Secret Service». (Bild: Keystone)
007 für einen Film: der Australier George Lazenby in «On Her Majesty's Secret Service». (Bild: Keystone)

Als Nachfolger von Sean Connery hatte George Lazenby keine einfache Aufgabe zu bewältigen. Der Australier soll den Produzenten bei Probeaufnahmen von seinen James-Bond-Qualitäten überzeugt haben, weil er versehentlich einem Stuntman die Nase brach. 1969 war Lazenby als Agent im Film «On Her Majesty's Secret Service» («Im Geheimdienst Ihrer Majestät») zu sehen. Weil sich der Hauptdarsteller bezüglich weiterer Auftritte nicht mit der Produktionsfirma einigen konnte, wurde die Zusammenarbeit nach nur einem 007-Streifen beendet.

Roger Moore

Roger Moore 1973 im Film «Live and Let Die». (Bild: Keystone)
Roger Moore 1973 im Film «Live and Let Die». (Bild: Keystone)

1973 übernahm Roger Moore die Rolle des britischen Geheimagenten, nachdem er sich bereits zuvor einen Namen als Schauspieler gemacht hatte (unter anderem als Detektiv in der Fernsehserie «Simon Templar»). Der Engländer spielte Bond so überzeugend, dass insgesamt sechs Filme mit ihm als Hauptdarsteller realisiert wurden: «Live and Let Die» («Leben und sterben lassen»), «The Spy Who Loved Me» («Der Spion der mich liebte»), «Moonraker» («Moonraker – Streng geheim»), «For Your Eyes Only» («In tödlicher Mission»), «Octopussy», «A View to a Kill» («Im Angesicht des Todes»). Bei den Dreharbeiten zu «A View to a Kill» war Moore bereits 58 Jahre alt.

Timothy Dalton

Timothy Dalton überzeugte in «The Living Daylights». (Bild: Keystone)
Timothy Dalton überzeugte in «The Living Daylights». (Bild: Keystone)

Viele Kritiker waren von Timothy Daltons James-Bond-Interpretation hellauf begeistert. Der Schauspieler walisischer Abstammung war 1987 in «The Living Daylights» («Der Hauch des Todes») und 1989 in «Licence to Kill» («Lizenz zum Töten») zu bewundern. Die beiden Filme waren sehr erfolgreich, trotzdem entschied sich Timothy Dalton danach, nicht mehr als 007 in Erscheinung zu treten.

Pierce Brosnan

In "The World Is Not Enough' hatte Pierce Brosnan alias 007 den Auftrag, die Tochter eines Millionärs zu beschützen. (Bild: Keith Hamshere)
In "The World Is Not Enough' hatte Pierce Brosnan alias 007 den Auftrag, die Tochter eines Millionärs zu beschützen. (Bild: Keith Hamshere)

Pierce Brosnan verkörperte James Bond von 1995 bis 2002. Laut Statistik hat er am meisten Gegner zur Strecke gebracht und war damit «der gefährlichste 007 aller Zeiten». Dem Iren wurde die Rolle bereits 1986 angeboten, damals verzichtete er jedoch aufgrund anderweitiger Verpflichtungen. In «GoldenEye» gab Moore dann sein Debut als Geheimagent und wirkte anschliessend in drei weiteren Produktionen mit: «Tomorrow Never Dies» («Der Morgen stirbt nie»), «The World Is Not Enough» («Die Welt ist nicht genug») und «Die Another Day» («Stirb an einem anderen Tag»).

Daniel Craig

War dem Publikum anfangs zu blond: Daniel Craig, seit 2006 «im Dienste Ihrer Majestät». (Bild: AP Photo)
War dem Publikum anfangs zu blond: Daniel Craig, seit 2006 «im Dienste Ihrer Majestät». (Bild: AP Photo)

Auf die Wahl von Daniel Craig als Nachfolger von Pierce Brosnan reagierte das Publikum zunächst äusserst skeptisch. Dass er für die Rolle nicht zu langweilig und nicht zu blond ist, bewies der Brite mit seinen schauspielerischen Leistungen in «Casino Royale» und «Quantum of Solace» («Ein Quantum Trost»). Ob er die Kritiker auch in «Skyfall» zu überzeugen vermag, wird sich demnächst herausstellen.

Autor: Nicole Demarmels