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02. Mai 2016

Der Abfallberg wächst

Jahr für Jahr fällt in der Schweiz mehr Abfall an – trotz gebührenpflichtiger Entsorgung und grossen Fortschritten im Recycling.

Was geschieht mit dem Abfall
Was geschieht mit dem Abfall aus Schweizer Haushalten?

Beim Recycling haben die Deutschen die Nase vorn
Seit 1983 gilt in der Schweiz das Verursacherprinzip: Wer Abfall erzeugt, muss auch für dessen Entsorgung aufkommen. Deshalb haben die meisten Gemeinden vor rund 30 Jahren gebührenpflichtige Abfallsäcke eingeführt. Weil die Bevölkerung so zum Abfalltrennen motiviert wird, hat sich die Recyclingquote seit 1984 verdreifacht.
Europameister im Rezyklieren sind wir aber trotzdem nicht: Führend sind die Deutschen, die rund zwei Drittel ihres Abfalls wiederverwerten, während wir bloss rund die Hälfte schaffen. Ein durchschnittlicher Schweizer Kehrichtsack enthält noch immer viel Papier und kompostierbare Abfälle.

Die 729 Kilogramm Siedlungsabfall pro Kopf und Jahr bestehen zu einem grossen Teil aus Müll aus privaten Haushalten, enthalten aber auch Abfälle, die in Kleinfirmen und öffentlichen Einrichtungen anfallen.
Eine spezielle Kategorie sind die 288 Kilogramm Sonderabfälle. Sie sind giftig und müssen separat behandelt werden. Allerdings stecken in dieser Zahl auch Stoffe aus Deponien, die saniert wurden. 2014 machten Altlasten beinahe die Hälfte aller Sonderabfälle aus.

DIE INFOGRAFIK

Jahr für Jahr fällt in der Schweiz mehr Abfall an – trotz gebührenpflichtiger Entsorgung und grossen Fortschritten im Recycling.
Abfall und Recycling: Die Infografik von Andrea Freiermuth und Daniel Röttele

ABFALL & RECYCLING
Die Infografik im Migros-Magazin Nr. 18 vom 2. Mai 2016:

Als JPG zur Ansicht (1 MB)

Als PDF zum Herunterladen/Speichern (500 KB)

Autor: Andrea Freiermuth

Infografiken: Daniel Röttele