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21. Dezember 2015

Dem Völlegefühl vorbeugen

Unser Körper mag keine Abweichungen von der Essroutine, deshalb kommt es nach Feiertagsschlemmereien oft zu unangenehmen Blähungen. So beugt man dem Völlegefühl vor.

Sieht toll aus und schmeckt wunderbar – zu viel davon kann sich aber später rächen
Sieht toll aus und schmeckt wunderbar – zu viel davon kann sich aber später rächen (Bild: iStock. by Getty Images).

Jeder von uns kennt es: das Völlegefühl nach einem zu üppigen Essen. Typische Symptome sind Blähbauch, Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Aufstossen. Tritt es nur selten auf, hat es in der Regel keine krankhafte Ursache.

Normalerweise vertragen wir gut, was wir regelmässig essen, denn das Verdauungssystem ist darauf eingestellt und hat sich daran gewöhnt. Allerdings mag es Abweichungen von der Routine weniger. Deshalb kann ein Essen im Restaurant oder ein Feiertagsmenü schwer im Bauch liegen.

Der Körper rebelliert. Denn bei der Verdauung der schweren, ungewohnten Kost entstehen übermässig viele Gase, die nun drücken und zwicken. Gewisse Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch sind bekannt dafür. Sie enthalten Zuckermoleküle, die im Dünndarm nicht verwertet und weiter in den Dickdarm transportiert werden. Dort werden sie von Bakterien der Darmflora zersetzt, wobei wiederum Gase sprich Blähungen entstehen. Auch bei der Verdauung von zucker- sprich kohlenhydratreichen oder sehr fettigen Mahlzeiten werden im Verdauungstrakt vermehrt Gase gebildet.

Langsam essen und gut kauen

Oft ist auch nicht das Was schuld am Völlegefühl, sondern das Wie. Waren wir beim Essen aufgeregt oder haben wir dabei viel geredet und zu viel Luft geschluckt, dann verstärkt sich das Problem. Wer langsam isst und gründlich kaut, entlastet die Verdauungs­organe. Auch viel Wasser trinken hilft – aber bitte ohne Kohlensäure. So kann der Speisebrei im Magen-Darm-Trakt gut transportiert werden, ohne dass ­zusätzliches Gas mitgeliefert wird.

Autor: Marianne Botta